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Warum Kryptowährungen ein Mittel gegen Rassismus und Armut sind

Die gesellschaftliche Debatte zum Thema Rassismus, auch hier bei uns in Deutschland, wird aufgrund der brutalen Vorkommnisse in den USA leidenschaftlich und aufgeregt geführt. Das ist gut so. Deutschland ist kein rassistisches Land, aber auch hier gibt es Rassismus und die davon betroffenen Menschen leiden täglich darunter. Doch was genau ist eigentlich Rassismus? Wie äußert sich Rassismus und wer ist davon betroffen? Woher kommt Rassismus und was können/müssen wir dagegen tun?

Was bedeutet Rassismus?

Kurz gesagt: Rassismus ist, wenn jemand denkt, bestimmte Menschen, z.B. diejenigen mit weißer Hautfarbe, sind besser als andere Menschen. Etwas ausführlicher: Der Begriff Rassismus ist von „Rasse“ abgeleitet. Rassismus beruht auf der Behauptung, dass Menschen in voneinander abgrenzbare Rassen getrennt sind. Diese „angeblichen“ Menschenrassen seien gekennzeichnet durch verschiedene Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Wertigkeiten.

Rassismus erzeugt eine Unterscheidung von „wir“ und „die Anderen“ und schafft scheinbare Distanz. Meist wird mit solchen Aussagen versucht, den eigenen Stellenwert zu erhöhen, andere abzuwerten und Privilegien zu schaffen. Rassismus begegnet uns überall, nicht nur in der Programmatik rechtsextremistischer Parteien, sondern auch im Alltag.

Wie äußert sich Rassismus und wer ist von Rassismus betroffen?

Viele Menschen, die einen Migrationshintergrund haben, können auch bei uns von alltäglichen Erlebnissen berichten, in denen sie mit Rassismus konfrontiert waren. Weltweit rückte das jetzt wieder durch die brutalen Vorkommnisse von Polizeigewalt in einigen Städten der USA ins öffentliche Bewusstsein.

Woher stammt der Begriff Rassismus?

Der Begriff Rassismus, also die Zuordnung von Menschen zu einer vermeintlichen Rasse, entstand durch den Sklavenhandel bzw. im 19. Jahrhundert durch die Kolonialisierung. Die Kolonialisierung Afrikas, Südamerikas und Asiens spielt hier eine entscheidende Rolle. Die Rohstoffvorkommen der eroberten Gebiete wurden ausgebeutet. Millionen von Menschen, insbesondere Afrikaner, wurden versklavt. Innerhalb der europäischen Mächte entwickelte sich dadurch ein Gefühl der moralischen und zivilisatorischen Überlegenheit. Mithilfe der Naturwissenschaften wurde diesem Gefühl dann eine vermeintlich wissenschaftliche Begründung gegeben. Menschen wurden aufgrund äußerer Merkmale bestimmten Gruppen zugeordnet. Dadurch entstand die Idee der unterschiedlichen Rassen und einer erblichen Überlegenheit der einen über die andere. Diese Vorstellung gipfelte nicht zuletzt in der Vernichtungspolitik der Nazis.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gestattet keine Diskriminierung!

Die Gesetzeslage in Deutschland ist im Hinblick auf rassistische Diskriminierung eindeutig. (Übrigens in der amerikanischen Verfassung ebenfalls.) Das Grundgesetz besagt in Artikel 3: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen und politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

Klingt doch ganz eindeutig, aber so einfach ist es leider nicht. Denn trotz der klaren Gesetzeslage erleben Menschen mit Migrationsgeschichte häufig Diskriminierung. Ob bei der Wohnungssuche, beim Discobesuch, beim Sport, im Grunde fast in allen gesellschaftlichen Tätigkeiten. Einer Umfrage der Zeitschrift „Publik Forum“ zufolge, hat in jüngster Vergangenheit jeder dritte Mensch mit Migrations-Geschichte Diskriminierung am eigenen Leib erfahren.

Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie in dieser globalen Entwicklung?

Eine wesentliche Ursache für den immer stärker werdenden globalen Rassismus, ist die immer weiter zunehmende Ungleichheit zwischen arm und reich. Die Schere klafft immer weiter auseinander. Die zunehmende Verarmung breiter Kreise der Bevölkerung schlägt sich nicht zuletzt überproportional in den hohen Opferzahlen der Corona-Pandemie nieder, was die Ungleichheit sehr drastisch deutlich macht.

Wie in vielen Krisen fallen den Regierungen auch in der Corona Pandemie die Versäumnisse nach der letzten Krise von 2008 vor die Füße. Dies zeigt sich gerade auch in den Finanz-märkten. Was wurde nach dem Zusammenbruch vor gut 10 Jahren nicht alles gefordert: Eine Finanztransaktionssteuer gegen Spekulanten, das Verbot von Leer-Verkäufen, Beschränkungen für den Hochfrequenzhandel, deutlich mehr Eigenkapital für die Banken, oder gemeinsame Anleihen der europäischen Staaten.

Seit Ausbruch der Pandemie rächt sich, wie wenig davon wirklich umgesetzt wurde. Während viele Geschäfte geschlossen und den Bürgern Beschränkungen auferlegt wurden, blieben die Börsen offen. Die Börsenkurse reagierten wie in jeder tiefen Krise. Sie fielen rasant, inzwischen hat sich der DAX wieder deutlich erholt. Zwar glauben viele Bürger sie hätten mit der Börse nichts zu tun, doch die Verluste gingen auch zu Lasten vieler Lebens-versicherungen, Riester-Renten bzw. anderer Formen der privaten Altersvorsorge. Doch das ist nur die eine Seite. An den Börsen sind die Verluste der einen, die Gewinne anderer. Während die Kurse der etablierten Anlagen fielen, bereicherten sich jene, die auf die Krise, auf den Zusammenbruch setzten.

Einer dieser Spekulanten ist William Ackmann, der Gründer des Investmentfonds „Pershing Square Capital“. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung vom 27. Juni 2020 kaufte Ackmann kurz nach Ausbruch der Pandemie spezielle Kreditversicherungspapiere, deren Preise umso mehr steigen, je wahrscheinlicher es ist, dass Kredite eines Unternehmens platzen. Damit verdiente Ackmann 2,6 Milliarden Dollar, weil die Kreditausfallrisiken in der Corona-Krise rasch wuchsen. Seit Mitte März spekulieren vor allem US-Hedgefonds mit sogenannten Leerverkäufen auf sinkende Kurse, die sie auch noch selbst herbeiführen.  

Deshalb ist es an der Zeit die Finanzmärkte zu bändigen da sie mit verantwortlich dafür sind, dass die Schere zwischen arm und reich immer größer wird. Es ist an der Zeit, gierige Spekulanten auszubremsen, indem Leer-Verkäufe verboten werden und eine Finanztransaktionssteuer auf alle Finanzgeschäfte in der Eurozone verhängt wird. Dadurch würden die Börsen entschleunigt und Geld in die Staatskassen fließen. Corona-Bonds böten den Anlegern zudem neue Möglichkeiten und könnten gleichzeitig die wirtschaftliche Wiederbelebung Europas finanzieren. Es braucht mehr Solidarität und weniger Spekulation!

Können Krypto-Währungen wie Bitcoin die Schere zwischen arm und reich und damit die Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft verringern?

Ja, wenn es gelingt die Rahmenbedingungen in den Staaten so zu verändern und umzusetzen, dass dadurch ein fairer Handel ermöglicht wird. Durch die Digitalisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen sind die Voraussetzungen für eine Anpassung und Akzeptanz von Kryptowährungen gegeben.

Die den meisten Kryptowährungen zugrunde liegende Technologie basiert auf Blockchain.
Im Rahmen der Dezentralität und Verschlüsselung der Blockchain spielen Kryptowährungen eine integrale nicht zu trennende Rolle.

Während in den letzten Jahrzehnten das Vertrauen in Banken abgenommen hat, ist das Vertrauen in neue Technologien gestiegen. Die Blockchain-Technologie hat es laut IT-Finanzmagazin vom 17.06.2020 inzwischen geschafft, dass weltweit mehrere Millionen Menschen ihr insgesamt 250 Milliarden Euro anvertrauen. Tendenz steigend.

Die Coronakrise zeigt uns deutlich auf, dass die breite Einführung der Blockchain-Technologie in vielen gesellschaftlichen Bereichen eine positive Veränderung mit sich bringen würde, nicht zuletzt durch die Schaffung neuer Geschäftsmodelle. Inzwischen gibt es viele hundert Anwendungen in den verschiedensten Industriezweigen und Verwaltungen. So werden z.B. durch sogenannte „Smart Contracts“ programmierbare Verträge möglich, die für die verschiedensten Anwendungen genutzt werden.

Und die Finanzwelt? Droht den etablierten Strukturen der Machtverlust?

Die bestehenden Monopole werden durch Kryptowährungen abgebaut. Das ist positiv. Aber wie das immer in der gesellschaftlichen Entwicklung bei Technologiesprüngen war und immer sein wird, wird auf Dauer nur der überleben, der sich aktiv mit den neuen Möglichkeiten befasst, die großen Chancen sieht und später auch umsetzt. Durch die gesellschaftliche Vernetzung wird er zukünftig auch in der Finanzbranche keine Monopolstellung mehr geben und das ist nur gut so. Denn diese Monopolstellung hat letztendlich mit zu dieser negativen Entwicklung innerhalb der Bevölkerung geführt. Der Einfluss der Superreichen auf die Politik und Gesellschaft muss in unser aller Interesse zurückgedrängt werden.

Ich bin davon überzeugt, dass nur eine demokratische Gesellschaft die Voraussetzungen hat, um mit der Einführung der neuen Technologie und Kryptowährungen wie Bitcoin ein Optimum an Gerechtigkeit für alle gesellschaftlichen Schichten zu erreichen.

Uwe Bauer | Hallo Krypto!
Uwe Bauer
Über den Autor

Uwe Bauer hat das große Ganze im Blick, die gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen von Bitcoin & Co. in der heutigen Zeit sind sein Metier. Mit seinem klaren Blick und dem scharfen Verstand sorgt er dafür, dass Hallo Krypto! trotz all der Bäume nie den Wald vergisst.

Uwe war 50 Jahre in der Druck- und Medienindustrie tätig, davon über 30 Jahre in leitender Funktion. Er ist seit vielen Jahren als selbständiger Unternehmensberater erfolgreich.

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