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Technische Analyse: DeFi pumpt wieder, Uniswap (UNI) auf Platz 1

Um den DeFi-Sektor ist es ruhig geworden, nach dem Sommer dieses Jahres. Die Preise der zahlreichen Token stürzten massiv in die Tiefe und der Sektor wurde schon totgesagt. Doch DeFi geht es wunderbar, wie wir am heutigen Beispiel Uniswap (UNI) sehen werden.

Der Sektor rundum Decentralized Finance (DeFi) schafft es wieder in die Schlagzeilen der Krypto-Medienlandschaft. Nach dem stürmischen Sommer 2020, in welchem DeFi nicht nur wahnsinniges Wachstum zeigte, sondern die Preise der Token der einzelnen Protokolle auch wahnsinnig in die Höhe schossen, kam dann die große Preisumkehr. Plötzlich wurde DeFi totgesagt. Die „Blase“ sei „geplatzt“, hieß es. Nun, wie wir in der nachfolgenden (Chart-)Analyse sehen werden, geht es DeFi prächtig, wenngleich wohl tatsächlich eine Blase platzte.

Der DeFi-Hype-Sommer 2020 und Uniswap

Was war das doch für ein Sommer 2020! Vielleicht nicht unbedingt bzgl. des Wetters und Covid-19, aber definitiv für Krypto und DeFi. Der Sektor rundum die dezentralisierten Finanzen wuchs in einem rasanten Tempo und die Preise der Token der verschiedenen Protokolle standen diesem Wachstum in nichts nach. 1.000 % und mehr? DeFi machte es möglich. Uniswap (UNI) war eines der Protokolle, die sehr schnell für noch mehr Hype sorgten. Uniswap ist dabei ein dezentralisiertes Handelsprotokoll und eine dezentrale Handelsplattform (DEX) gleich dazu.

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Im September 2020 führte Uniswap dann auch den eigenen Governance Token UNI ein, mit einem bis heute beispiellosen Airdrop. Diese Aktion heizte den Hype rundum DeFi noch mehr an und sorgte natürlich auch für höhere Profite und Transaktionsvolumen bei Uniswap selbst. Doch dann folgte das Unausweichliche: überhitzte Märkte erreichten ihre Höhepunkte und es folgte ein monatelanger Abwärtstrend in den Kursen der DeFi-Protokolle. Die DeFi-Preisblase platzte. Doch das scheint nun Vergangenheit, denn Uniswap (UNI) und andere, führende DeFi-Protokolle zeigen an den Märkten deutlich Erholungsanzeichen.

Das Einhorn als Spitzenreiter des DeFi-Sektors

Bevor wir uns auf die Charts stürzen, wollen wir noch einen kurzen Abstecher in Sachen „Schlagzeile“ dieses Artikels machen. Denn Uniswap (UNI) ist nicht auf Platz 1, wenn es um die Marktperformance geht. Sondern vielmehr in Sachen DeFi-Sektor. Denn dort dominiert das dezentralisierte Handelsprotokoll nach wie vor, mit über 3 Mrd. USD in Kryptowährungen an Gesamtliquidität im Protokoll. Der gesamte Sektor kommt dabei auf über 13,6 Mrd. USD.

Gesamtsumme in USD in DeFi-Protokollen

Quelle: DeFi Pulse

Das macht eine Dominanz über den Sektor von mehr als 22 % für das Einhorn. Tendenz steigend. Denn alleine in den letzten 24h legte die Gesamtsumme an USD in Kryptowährungen weiter zu. Und der Anstieg dieser Gesamtsumme im Protokoll ist schon beachtlich.

Übersicht zu Uniswap (UNI)

Quelle: DeFi Pulse

Damit wollen wir uns nun aber auf die Charts stürzen und versuchen herauszufinden, wohin die Reise für den Preis des Governance Token UNI gehen wird!

Ein Tageschart, ein Preis und ein paar Linien

Ein Tageschart, ein Preis und einfach zu wenig Candlesticks. So ist das nun mal in neuen Märkten und der Governance Token von Uniswap ist dabei keine Ausnahme. Zu handeln ist der UNI Token auch erst seit September 2020. Und wo es anfangs noch auf ein erstes Allzeithoch bei 8,40 USDT ging, herrschte danach erstmal bärisches Momentum. Nichts weiter verwunderlich, Marktzyklen beinhalten nun mal auch bärische Phasen.

Uniswap (UNI) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Ansonsten sehen wir nicht allzu viel, nicht wahr? Na dann zeichnen wir doch noch ein paar Linien auf den Chart und sehen uns das Ergebnis danach nochmals an!

Uniswap (UNI) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Das sieht doch schon ganz anders aus! Was so ein paar Linien auf einem Chart doch alles ausmachen können. Wir sehen also einen bärischen Verlauf von UNI, der im Abwärtsverlauf scheinbar einen fallenden Keil bildete. Gemäß dieses Chartmusters kann eine bullische Preisumkehr erwartet werden, die dann auch am 05. bzw. 06. November 2020 stattfand. Von rund 1,75 USDT ging es seither über eine Widerstandszone aus dem Monatschart hinaus auf bis zu 3,98 USDT. Dort traf der Preis von UNI offenbar auf Widerstand und zeigte zum Zeitpunkt dieses Artikels eine bärische Gegenbewegung.

UNI im steigenden Preiskanal

Wir beobachten also einen scheinbaren Aufwärtstrend, der womöglich ein neues, höheres Tief ausbildet. Da Preisverläufe an den Märkten nie „linear“ stattfinden, sondern vielmehr in Wellen verlaufen, sind Gegenbewegungen bei Auf- und Abwärtstrends völlig normal. Der 4-Stunden-Chart gibt uns übrigens interessante, weitere Einblicke. Zum einen, dass der fallende Keil nachhaltig durchbrochen wurde und zum anderen, dass der Preis von UNI versucht aus einem steigenden Preiskanal auszubrechen.

Uniswap (UNI) im 4-Stunden-Chart

Quelle: Tradingview

Noch mehr Linien? Ja, noch mehr Linien. Dank des 4-Stunden-Charts sehen wir nun aber auch mehr Candlesticks! Der Preis von UNI brach also erwartbar bullisch aus einem fallenden Keil aus. Der anschließende Test der oberen Begrenzung des Keils verlief sichtlich erfolgreich und das bullische Momentum konnte zunehmen. Seither verlief der Preis in einem steigenden Preiskanal, ehe es jüngst zum zweiten Ausbruchsversuch aus diesem Kanal kam.

Was sind Preiskanäle und was haben sie zu bedeuten?

Preiskanäle in beide Richtungen sind ein normales Phänomen in Kursverläufen. Von Zeit zu Zeit treten dabei plötzliche Fluktuationen im Preismomentum auf, welches zu Ausbruchsversuchen führen kann. Da die Käufer im Markt sich an der unteren Begrenzung eines solchen Kanals orientieren und die Verkäufer an der oberen Begrenzung, beobachten wir hier häufig lange Schatten (Kerzendochte) und weitere Anzeichen des Kampfes zwischen Bullen und Bären um die Preiskontrolle.

Uniswap (UNI) im 4-Stunden-Chart

Quelle: Tradingview

Erfolgreiche Ausbrüche aus Preiskanälen können dabei in noch mehr Momentum in die vorherrschende Marktrichtung führen. Dafür muss der Ausbruch aber auch erstmal gelingen! Und die Käufer bzw. Verkäufer im Markt wollen hier stets ein ordentliches Wörtchen mitreden. Mit dieser kurzen Erläuterung aber zurück zu Uniswap (UNI).

Steht Uniswap kurz vor einem bullischen Ausbruch?

Wir sehen UNI also einen Versuch unternehmen, aus einem steigenden Preiskanal auszubrechen. 3,85 USDT hat sich hierbei als Widerstandszone zu erkennen gegeben und seither läuft ein scheinbarer Test an der oberen Begrenzung des Preiskanals. Eine bärische Divergenz ist wohl mit zuständig für diesen Test. Ein erfolgreicher Ausbruch könnte UNI dabei auf bis zu ca. 4,15 USDT katapultieren, da wohl noch mehr Käufer in den Markt gezogen würden. Ein Durchbruch durch 3,85 USDT ist dabei natürlich ein Muss.

Uniswap (UNI) im 4-Stunden-Chart

Quelle: Tradingview

Aufgrund einer negativen Korrelation zu Bitcoin (BTC), bestehen aber natürlich auch denkbare Szenarien in die Gegenrichtung. Ein Scheitern des Ausbruchsversuches würde erwartbar zurück in den Preiskanal und zur vermeintlichen Unterstützungszone bei 3,45 USDT führen. Hält diese Linie nicht, ginge es zur unteren Begrenzung des Preiskanals weiter. Dies wäre wahrscheinlich ein Preisziel in der Region um die 3,20 USDT.

Denkbare Szenarien für UNI

Wahrscheinlicher erscheint uns tatsächlich ein Verbleib im Preiskanal. Warum? Weil der Kursverlauf von UNI während des intakten Aufwärtstrends mittlerweile ein wenig erschöpft wirkt. Auch bildete sich eine fallende Widerstandslinie, wie wir auf dem nachfolgenden Stundenchart erkennen können. Dies erzeugt weitere Optionen für die Verkäufer im Markt, um Kontrolle über den Preis auszuüben. Und naja… der Bitcoin als Unsicherheitsfaktor sollte natürlich auch nicht vergessen werden. Konservativere Prognosen sind daher aus unserer Sicht vorzuziehen.

Uniswap (UNI) im Stundenchart

Quelle: Tradingview

Dennoch stehen zwei denkbare Szenarien auf dem Plan und der Stundenchart ändert nichts an den denkbaren Verläufen. Entweder Uniswap (UNI) bricht die Abwärtsbewegung und 3,85 USDT oder es geht in Richtung ~3,45 bis 3,20 USDT. Die Kryptomärkte sind zudem im Wochenendmodus, wo so Einiges plötzlich möglich werden kann.

Schlusswort

Uniswap (UNI) ist die Nummer 1 eines Sektors, der offenbar von den Toten auferstanden ist. Zumindest dann, wenn wir den Schlagzeilen der Krypto-Medienlandschaft nach dem wilden DeFi-Sommer dieses Jahres folgten. Am Ende ging es dem Sektor aber die ganze Zeit über gut, es kam lediglich zum Platzen einer Preisblase, was durchaus erwartbar (und vertretbar) war. Seither erholen sich die Preise der DeFi Token wieder, zumindest so lange, wie BTC nicht entscheidet noch weiter gen Allzeithoch aus dem Dezember 2017 zu pumpen.

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche, gemachte Angaben ausdrückliche keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann. Wir nutzen für unsere Analysen Tradingview.

Thomas Schmied
Über den Autor

Thomas Schmied ist freier Autor, Journalist, Ghostwriter, Schreibcoach & Kommunikationsberater seit 15 Jahren. Kurzum: Thomas ist jemand, der mit Worten umgehen kann. Zeitgleich ist er aber auch begeistert von Daten, Zahlen und Programmcode.

Diese Leidenschaften führten ihn von zahllosen (Fach-)Texten zu allgemeinen Wirtschaftsmeldungen. Schnell ging es von dort zu Finanznachrichten und der Börse. In die Börse verliebt, gab sich Thomas dem Trading hin. Über die Begeisterung für das Programmieren und die Börse war der Weg in die Krypto-Szene nicht mehr weit.

Heute verbindet er seine Vorlieben miteinander: Er tradet Krypto-Assets, er schreibt über Krypto-Themen und arbeitet nebenbei noch an Entwicklungsprojekten aus der Kryptobranche mit.

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