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HODL, SAFU, ATH – nicht nur Miner wühlen sich durch das Rabbithole.

Abkürzungen und Fachbegriffe allerorten, das kennen wir nicht nur aus dem Krypto-Umfeld. Ein paar davon erklären sich von selbst, andere sind mit kurzer Erklärung logisch und manche ergeben gar keinen echten Sinn, werden aber trotzdem benutzt.

Das passiert uns allen mal, vor allem in Zeiten von Stress und Hektik bei zickig kleinen Tastaturen und Mini-Displays – Buchstabendreher und Rechtsschreibfehler. Was sich einst „versendet“ hat, bleibt dank Social Media und Internet für ewig erhalten. Meistens sind diese Vertipper nur ärgerlich, gelegentlich ein bisschen peinlich – manche aber werden zum viralen Hit und etablieren sich als Synonym.

Zum Beispiel #HODL – eine Abkürzung, die erstmals in 2013 durch das Internet schoss und dessen Hintergründe es im Krypto-Hype Ende 2017 sogar zu SPIEGEL Online geschafft hat. HODL steht übrigens für „hold“ und war nur der Buchstabendreher eines etwas angeschickerten Developers. 

Manchmal wird auch aus einem Meme Realität – so geschehen bei #SAFU. Der CEO der Kryptobörse Binance, Changpeng Zhao (auch bekannt als CZ), twitterte während einer unangekündigten Wartung der Binance-Plattform, dass alle Einlagen sicher seien („funds are safe“). Das hat den Meme-Künstler Bizonacci zu einem inzwischen über 1 Mio mal angeklickten YouTube-Video „Funds are Safu“ inspiriert, in dem er Binance und CZ ……… ach, schaut es euch einfach an: 

 

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Dass CZ und Binance durchaus Sinn für Humor haben, sieht man auch daran, dass im Jahr 2018 ein neu gegründeter Notfallfonds, der z.B. im Falle von Hacks verlorene Kundengelder absichern soll, kurzerhand #SAFU genannt wurde: Secure Asset Fund for Users (SAFU). Aus dem Meme wurde Realität.

Kommen wir zu den klassischen Abkürzungen, die auch im Kryptospace gängig, aber nicht erst dort entstanden sind. 

Bei Vorträgen und Seminaren sage ich gern mal „Glauben Sie mir kein Wort!“. Damit fordere ich die Teilnehmer auf, sich immer auch selbst zu informieren und alle – auch meine – Informationen zu hinterfragen. Dazu gibt es auch eine Abkürzung: #DYOR, was für „Do Your Own Research!“ („Informier dich selbst“) steht. Gilt nicht nur, aber ganz besonders auch für die Welt der Kryptowährungen, denn hier lauert – einfach weil ein so kleiner Markt mit ja durchaus komplexen Themen und Konzepten ist – an jeder dritten Ecke ein Scam. 

Mit Scams, Hoax und Bugs beschäftigen wir uns nächste Woche … sind ja auch keine Abkürzungen. 😉

Warum KYC und AML quasi Zwillinge sind.

Wer schon mal einen Account bei einer Börse angelegt hat, kennt das Procedere – die Exchange führt euch durch einen #KYC-Prozess, das KYC steht für „Know Your Customer“ („Kenne deinen Kunden“). Es reicht eben nicht (mehr), nur eine E-Mail-Adresse zu hinterlegen, inzwischen muss man ein Ausweisdokument und einen Adressnachweis (z.B. eine Stromrechnung) hochladen, um sich zu authentifizieren. 

Zu diesem Vorgehen sind die Exchanges von Rechts wegen verpflichtet – in Deutschland zum Beispiel gilt seit 1. Januar 2020 das Ge­setz zur Um­set­zung der Än­de­rungs­richt­li­nie zur Vier­ten EU-Geld­wä­sche­richt­li­nie. Geldwäsche ist hier der Schlüssel zur Abkürzung – das heißt nämlich tatsächlich nix anderes als „money laundering“. Und wenn man dagegen vorgehen möchte, ist das #AML – Anti-Money-Laundering. 

A propos Account – der Zugriff darauf sollte natürlich geschützt sein, das ereicht man zum Beispiel dadurch, dass man eine Anmeldung auf einer Webseite durch die Eingabe eines per SMS, E-Mail oder Authenticator-App übermittelten Codes bestätigen muss, die sogenannte #2FA, die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Es geht hier also um einen zweiten, zusätzlichen Weg, der beweist, dass der Nutzer auch die Kontrolle über andere Kommunikationskanäle hat und nicht nur zufällig das Kennwort kennt.

Nach dem Anlegen des Accounts kommt die Investition – sonst hätte man sich den ganzen Zauber mit Validierung und Hinterlegung von Bank-/Kreditkartendaten ja erst gar nicht gegeben. Aber halt! Bitte nicht einfach aus lauter #FOMO heraus wild draufloskaufen. Angst ist so oder so ein schlechter Ratgeber, ganz besonders bei Investitionen – und genau dafür, nämlich die „Angst, etwas zu verpassen“, steht FOMO:  „Fear of Missing Out“. 

We proudly feature ....

Trade. Market. Mind.

An dieser Stelle ein kleines bisschen Werbung:

Unser Blog-Autor Thomas, auch bekannt als Decentrade, widmet sich in seinem Projekt Trade. Market. Mind. auf Medium genau diesem Themenbereich - dem Einfluss von Gefühlen auf Markt und Trader: Behavioral Finance und Tradingpsychologie.

Schaut doch mal bei ihm vorbei: 

>> Trade. Market. Mind. <<

Wer FOMO sagt, muss auch #FUD sagen. FUD beschreibt das unheilige Dreigestirn aus „Fear, Uncertainty and Doubt“ (Angst, Unsicherheit und Zweifel) – die kommen in sozialen Medien zuhauf vor und werden mit Vorliebe über Neuligen versprüht, gern auch um durchaus zweifelhafte MLM-Systeme, Trading-Bots, Coins und Token zu promoten.

Die meiste mediale Aufmerksamkeit bekommen Aktien und natürlich auch Kryptowährungen, wenn die Kurse nach oben gehen. Ein Allzeithoch („All Time High“ – #ATH), also ein vorher noch nie so hoch gestiegener Kurs, ist immer eine gute Gelegenheit für eine Meldung. 

Nicht zuletzt deshalb sollte man sich seine Ratgeber gut aussuchen, das gilt im wahren Leben genauso wie auf Facebook und Telegram. Die hier verlinkten Gruppen snd natürlich immer eine gute Wahl … da #shillen (= voller Absicht „ganz beiläufig“ im Dialog erwähnen) wir garantiert keine Shitcoins, Bots oder MLMs bzw. sorgen die Admins über entsprechende Kommentare für eine Einordnung. Im Zweifel wird auch direkt gelöscht. 

Soviel für diese Woche – was das mit der Kaninchenhöhle und den Bergleuten auf sich hat, das lest ihr kommenden Montag im nächsten Artikel, genauso wie Erklärungen zu ein paar weiteren Begriffen und Abkürzungen aus der bunten Welt der Kryptowährungen. 

Stay tuned …

Über den Autor

Rolf Leder wurde 1972 in Hamburg geboren, wohnt aber seit rund 10 Jahren in der Nähe von Karlsruhe. Er ist einer der Gründer von Hallo Krypto! und geschäftsführender Gesellschafter der QualitiKs GmbH, einer Unternehmensberatung im Customer Service- und IT-Umfeld.

Rolf sorgt als Unterehmensberater hauptberuflich dafür, dass bei IT-Projekten die Anwender, die Fachanforderer und die IT eine gemeinsame Sprache finden. Mit Bitcoin, Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie beschäftigt er sich seit 2016/17, zuerst aus privatem Interesse, seit 2019 gibt er sein Wissen in den Hallo Krypto!-Workshops weiter.

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