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Hintergründe und Gesellschaft: Was passiert bei einer Staatspleite?

Ein Land gilt als bankrott, wenn es Schuldenrückzahlungen oder Zinsen ganz oder teilweise, in der vereinbarten Höhe, nicht mehr zurückzahlen will oder kann! Das passiert öfter als gedacht. Häufig kommen Staaten mit ihren Finanzen nicht zurecht. Schulden haben alle, nur mit den Rückzahlungen hapert es vielfach.

Wenn der Staat seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, ist das eine Katastrophe für alle Bürger, für die Unternehmen und natürlich auch für die Gläubiger.

Aber als Grundsatz gilt: Zahlen müssen immer die Bürger!

Ein Staatsbankrott lässt sich grob in mehrere Stufen darstellen:
Die Staatspleite beginnt, wenn der Staat nicht mehr seine Kredite und Anleihen, die er benötigt, um seine laufenden Kosten zu decken, zurückzahlen kann. Gläubiger sind meistens Banken und Pensionsfonds.

    • Diese Gläubiger müssen auf ihr Geld verzichten.
    • Das Land bekommt deshalb keine neuen Kredite mehr und wird neue Anleihen nicht mehr los.
    • Die laufenden Ausgaben können nicht mehr bezahlt werden.
    • Die Polizei, Feuerwehr, Krankenhauspersonal, und Teile des Behördenapparates bekommen noch ihr Gehalt.
    • Rentner, Arbeitslose und andere Staatsangestellte bekommen weniger oder auch kein Geld mehr. Es gibt immer weniger Geld für Straßen, Kindergärten, Schulen und Universitäten usw.
    • Die stark ansteigende Armut führt zu Unruhen, Aufruhr und Krawallen.
    • Inländische Banken brechen in größerer Anzahl zusammen, wenn sie nicht unter einem Rettungsschirm geschützt werden.
    • Die Bürger versuchen ihre Konten zu räumen. Das verschärft den Druck auf die Banken und führt zu weiteren Pleiten.
    • Die Unternehmen erhalten von den klammen Banken keine neuen Kredite mehr und können nicht mehr investieren.
    • Zahlreiche Firmen müssen Konkurs anmelden.
    • Die Pleitewelle führt zu dramatischer Arbeitslosigkeit.
    • Der Konsum geht stark zurück. Handel und Handwerk werden in den Strudel hinein, gezogen.
    • Die Steuereinnahmen brechen weg.
    • Staaten mit eigener Währung hilft es, wenn sie ihr Geld stark abwerten. Das ist mit unserer Gemeinschaftswährung Euro nicht möglich. In dieser Situation wird der Pleitestaat aus dem Währungsverbund € aussteigen.
    • Es wird wieder eine eigene nationale Währung eingeführt.
      Konsequenz: Exporte verbilligen sich nach der Abwertung, Importe werden teurer. Das hilft die eigene Wirtschaft auf niedrigerem Niveau zu stabilisieren.
    • Ersparnisse, Renten und Löhne werden stark entwertet.
    • Es besteht speziell im Euroraum große Ansteckungsgefahr!

Plötzliche Milliarden-Ausfälle können auch Banken ins Straucheln bringen. Falls der Bürger Guthaben bei einer dieser Banken hat, so sind diese (in Deutschland) bis zu einer Höhe von 100.000 € durch den Einlagensicherungsfond garantiert und damit gesichert.  Kommt es allerdings zu einem großflächigem Banken-Crash, so wird diese Garantie von Experten stark angezweifelt.

Die Bedeutung der Industrieländer – auch der USA – für die Weltwirtschaft nimmt schon seit langem ab. Vor allem Chinas Anteil hat demgegenüber stark zugenommen. Dennoch erfüllt der US-Dollar bisher noch weitgehend die Kriterien für eine Leitwährung, auch wenn diese angesichts der protektionistischen Haltung der USA zunehmend kritisiert wird. Entsprechend halten die Zentralbanken (noch) ihre Reserven vor allem in US-Dollar und Transaktionen werden zu einem großen Teil in der US-Währung durchgeführt. Für die USA gibt es dadurch große Vorteile. Die Stellung der Leitwährung zu halten, unter anderem erleichtert dies den USA Sanktionen zu überwachen und durchzusetzen. Als aktuelles Beispiel möchte ich hier nur die Sanktionen der Gaspipeline Nordstream II nennen.

Ob z.Zt. andere Währungen diese Leitungsfunktion des US-Dollar ausfüllen können, ist mehr als fraglich. Ebenso scheint es leider wenig realistisch, dass sich die Marktteilnehmer auf eine Globalwährung wie Bitcoin einlassen würden.

Der US-Dollar verdankt seine Ausnahmestellung einer starken und dynamischen Wirtschaft und einer stabilen politischen Führung. An beiden gibt es immer mehr starke Zweifel.

Um den US-Dollar als Leitwährung abzulösen, müsste es jedoch eine glaubwürdige Alternative geben. Der Anstieg des Bitcoin in den letzten Monaten, könnte ein Anzeichen sein, das schon mal am Finanzmarkt eine stark wachsende Gruppe glaubt die populärste Kryptowährung Bitcoin könnte dazu werden.

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Uwe Bauer | Hallo Krypto!
Uwe Bauer
Über den Autor

Uwe Bauer hat das große Ganze im Blick, die gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen von Bitcoin & Co. in der heutigen Zeit sind sein Metier. Mit klaren Blick und scharfem Verstand sorgt er dafür, dass Hallo Krypto! trotz all der Bäume nie den Wald vergisst.

Uwe war 50 Jahre in der Druck- und Medienindustrie tätig, davon über 30 Jahre in leitender Funktion. Er ist seit vielen Jahren als selbständiger Unternehmensberater erfolgreich.

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