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Handeln, wo das Geld ist – Die 4 Phasen der Altcoin Season

Während der Bullenmarkt im Bitcoin-Kurs die meiste Aufmerksamkeit findet, macht sich allmählich eine besondere Saison bereit: Die Altcoin Season. Aber wie genau funktioniert so eine Altcoin Season überhaupt?

In der Regel aber stehen die sog. Altcoins im Schatten der größten und ersten dezentralen Kryptowährung BTC, denn normalerweise sind die Augen der meisten Marktteilnehmer in den Kryptomärkten auf Bitcoin (BTC) und andere große Kryptowährungen gerichtet. ETH, LINK, ADA oder auch Litecoin kommen einem da in den Sinn. Die große Ausnahme bildet die Altcoin Season – eine Zeit, in der auch die kleineren Altcoins der Nummer Eins die Show stehlen.

Doch eben jene Altcoin Season ist fast schon sagenumwoben. Korrelieren Altcoins nicht generell mit der Performance von BTC? Leiden die Preisentwicklungen der anderen Kryptowährungen nicht grundsätzlich, egal ob der BTC Preis nun steigt oder fällt? Wie läuft eine Altcoin Season überhaupt ab, wenn es sie denn überhaupt gibt? Viele Fragen, auf die nun Antworten folgen. Denn wer auf Dauer erfolgreich an den (Krypto-)Märkten handeln möchte, der handelt am besten dort, wo das Geld ist!

Die Altcoin Season und der Fluss des Geldes

Die Altcoin Season läuft im Grunde in vier grundlegenden Phasen ab. Und Bitcoin (BTC) spielt dabei – wie so oft – die allererste Geige. Diese Altcoin Season ist am Ende aber nichts anderes, als ein Geldfluss, der von der größten Kryptowährung der Welt bis hinunter in die kleinsten digitalen Assets fließt. Smarte Investoren und Trader folgen diesem Geldfluss dabei, um Profite zu maximieren.

Normalerweise sind die Bewegungen der Altcoins tatsächlich eng mit der Preisentwicklung von BTC verbunden. Steigt Bitcoin, steigen die meisten Altcoins. Fällt Bitcoin, fallen die meisten Altcoins. Steigt Bitcoin zu stark an, fallen die meisten Altcoins. Diese Korrelation wird hauptsächlich durch psychologische Faktoren bei den Marktteilnehmern ausgelöst. Optimismus und Angst wechseln sich ab, solange der Bitcoin Kurs volatil bleibt. Flacht diese Volatilität aber ab, so lösen sich die Korrelationen. Angst geht, Optimismus bleibt.

Phase 1: Das Geld ist im Bitcoin, der Handel demnach auch

In der ersten Phase der Altcoin Season fließt das Geld zunächst in Bitcoin. Der BTC Preis wird volatil, pendelt sich in einem Aufwärtstrend ein, der über die Zeit an Intensität zunimmt. Der Geldfluss ist in dieser Zeit fast ausschließlich auf BTC begrenzt.

Bitcoin (BTC) im Tageschart

Quelle: Tradingview

On-Chain Daten zeigen gleichzeitig bullische Signale. Steigende aktive Adressen, zunehmende Anzahl an Wallets mit 1.000 oder mehr BTC, Anstieg in den Adressen mit einer Menge an BTC, die nicht Null ist, usw. Nach einer Weile, kommt es dann zu einer Übergangsphase zwischen Phase 1 und Phase 2. In dieser Zeit fließt ein Teil des Geldes nun auch in Ethereum (ETH). In der Regel kann der Ethereum Kurs aber mit der Performance von BTC noch nicht ganz mithalten.

Phase 2: Das Geld wandert zu Ethereum, der Handel wandert mit

Wenn die erste Phase sich dann ihrem Ende zuneigt und die meisten Marktteilnehmer zumindest vorerst gesättigt sind, kommt es zur zweiten Phase der Altcoin Season. Ethereum (ETH) beginnt besser zu performen als BTC. Die Krypto-Medienlandschaft ist dann normalerweise voll von Schlagzeilen, welche die ETH Performance in den Himmel loben.

Ethereum (ETH) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Die Performance von Ethereum gegenüber Bitcoin lässt sich dabei schön im Währungspaar ETH/BTC nachverfolgen. Wie wir auf dem obigen Chart sehen können, brach ETH jüngst über eine fallende Widerstandslinie aus, konnte dann aber die Performance gegenüber BTC nicht gänzlich aufrechterhalten.

Übergang von Phase 2 zu Phase 3

Wenn Ethereum dann schließlich Bitcoin ausperformt, beginnt der Fluss des Geldes weiterzuziehen. In einer erneuten Übergangsphase zwischen Phase 2 und Phase 3, beginnt das Geld langsam in die großen Kryptowährungen zu fließen, die sogenannten „Large Caps“. Also diejenigen Kryptowährungen, mit einer hohen Marktkapitalisierung. In der Regel beschreibt diese Kategorisierungen all diejenigen Altcoins, mit einer Marktkapitalisierung von 10 Mrd. USD oder mehr.

Top 10 der Kryptowährungen laut CoinGecko

Quelle: CoinGecko

Laut der aktuellen Übersicht von CoinGecko sehen wir, dass nur insgesamt 4 Kryptowährungen und 1 Stablecoin eine Marktkapitalisierung von 10 Mrd. USD oder mehr aufweisen können. Es darf aber getrost davon ausgegangen werden, dass die meisten Investoren die Top 10 bis Top 15 als „Large Caps“ betrachten.

Phase 3: Der Geldfluss zieht weiter von oben nach unten

Nach der Übergangsphase startet Phase 3. Die „Large Caps“ fangen an parabolische Preisentwicklungen zu zeigen, während Ethereum weiter besser performt, als Bitcoin. Der Bitcoin Kurs selbst verläuft in dieser Phase meist schon seitwärts oder aber zeigt allgemein nur noch wenig Volatilität. Die Angst vor Preiseinbrüchen bei BTC weicht dem Optimismus und der aufkommenden Euphorie in den anderen Kryptomärkten.

In dieser Zeit übernimmt Ethereum die Führungsrolle an den Kryptomärkten. Während ETH den Ton vorgibt und die Large Caps folgen, wandert das Geld derweilen schon mal weiter in die Mid Caps. Also in diejenigen Kryptowährungen, mit einer Marktkapitalisierung zwischen 1 Mrd. und 10 Mrd. USD. Digitale Assets mit besonders starken fundamentalen Daten können in dieser letzten Übergangsphase auch unabhängig ihrer Marktkapitalisierung starke Preisanstiege aufweisen.

Phase 4: Kaum ein Kurs bleibt vom Geldfluss verschont

In der vierten und letzten Phase der Altcoin Season steigt so ziemlich alles parabolisch an. Der Geldfluss erreicht nun auch die Small Caps (Marktkapitalisierung zwischen 100 Mio. und 1 Mrd. USD) und die Micro Caps (Marktkapitalisierung unterhalb von 100 Mio. USD). Die Emotionen in den Kryptomärkten erreichen Euphorie und die Gier nach mehr und mehr Profiten erreicht extreme Ausmaße.

Gemäß der zyklischen Natur von Sentiment kippt die Stimmung aber ab einem gewissen Punkt und wir sehen starke Abverkäufe. Die Kryptomärkte gehen in eine Phase der Abkühlung über. Der Geldfluss stoppt hier aber nicht etwa! Denn nach der Altcoin Season ist sozusagen vor der Altcoin Season. Und so wandert das Geld wieder zurück zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen, die starke fundamentale Signale senden.

Schlusswort

Dem Fluss des Geldes zu folgen ist beim Handel an den (Krypto-)Märkten eine gängige Praxis. Der smarte Investor ist freilich schon vor dem Start der einzelnen Phasen investiert und nimmt daher – zumindest – den Großteil der starken Bewegungen in der Altcoin Season mit. Für Trader lohnt es sich die einzelnen Phasen noch genauer im Auge zu behalten, damit so viele Trendbewegungen wie möglich ausgekostet werden können.

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche, gemachte Angaben ausdrückliche keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann. Wir nutzen für unsere Analysen Tradingview.

 

Thomas Schmied
aka Decentrade
Über den Autor

Thomas Schmied ist freier Autor, Journalist, Ghostwriter, Schreibcoach & Kommunikationsberater seit 15 Jahren. Kurzum: Thomas ist jemand, der mit Worten umgehen kann. Zeitgleich ist er aber auch begeistert von Daten, Zahlen und Programmcode.

Diese Leidenschaften führten ihn von zahllosen (Fach-)Texten zu allgemeinen Wirtschaftsmeldungen. Schnell ging es von dort zu Finanznachrichten und der Börse. In die Börse verliebt, gab sich Thomas dem Trading hin. Über die Begeisterung für das Programmieren und die Börse war der Weg in die Krypto-Szene nicht mehr weit.

Heute verbindet er seine Vorlieben miteinander: Er tradet Krypto-Assets, er schreibt über Krypto-Themen und arbeitet nebenbei noch an Entwicklungsprojekten aus der Kryptobranche mit.

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