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Küchenschubladenmathematik, oder: das Gesetz der großen (kleinen) Zahlen

Zahlen, Zahlen, Zahlen – wo man hinsieht, überall Zahlen. Mathematik bestimmt unser Leben, mit Mathematik wachsen wir auf, an Zahlen orientieren wir uns, mit Prozentwerten bemessen und vergleichen wir alles und jeden. Nicht überall taucht die Mathematik in ihrer vollen Klarheit auf, oft schleicht sie sich ganz unterschwellig in unser Leben. Die Hälfte hiervon, doppelt so viel davon und ein angemessenes Trinkgeld für den Taxifahrer oder Kellner und „Aufrunden, bitte!“ an der Supermarktkasse.

Veritas in numeris – die Wahrheit liegt in den Zahlen. Das gilt nicht erst seit Bitcoin, aber nun umso eindeutiger. Mit den wieder steigenden Kursen beginnt nun wieder die große Rechnerei – und was sich schon bei der temporären Mehrwertsteuersenkung in Deutschland gezeigt hat, tritt nun umso deutlicher zutage: das mit den Zahlen und den Prozenten ist gar nicht mal so einfach.   

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Technische Analyse: Bitcoin (BTC) – Das Warten auf das neue Allzeithoch

Während Bitcoin (BTC) zuletzt Rekorde verzeichnete, stellte sich die Kursmarke bei 19.500 USD als Endgegner vor einem neuen Allzeithoch heraus. Doch warum konnte das neue Allzeithoch nicht schon im ersten Anlauf gelingen? Und kommt das neue Allzeithoch noch dieses Jahr?

Der rapide Anstieg des Bitcoin (BTC) nach einem Sturz von 12.000 USD Ende August 2020 auf zeitweise weniger als 10.000 USD sorgte – verständlicherweise – für eine Menge Spotlight. Die größte Kryptowährung der Welt kam dabei in der zurückliegenden Woche dem Allzeithoch aus dem Dezember 2017 bei 19.666 USD so nahe wie nie. Ein Drei-Jahres-Hoch konnte bei 19.490 USD so markiert werden.

Der Verkaufsdruck bei 19.500 USD schien aber zu viel für die Bullen im Markt. Am 26. November 2020 ging es so binnen 24 Stunden um mehr als 8 Prozent in die Tiefe, was einem Wertverlust von mehr als 1.700 USD entspricht. Das Tief lag dann bei 16.218 USD, was eine aufsteigende Unterstützungslinie und die Wochenunterstützung bei 16.173 USD auf den Plan rief. Doch wie kam es zu dem Verkaufsdruck bei 19.500 USD, wenn es doch immer heißt, dass „niemand bei solchen Preisen verkaufen würde“ und angeblich sogar institutionelle Investoren FOMO hätten?

Warum stürzte der Bitcoin ab?

Nun, eines gleich vorweg: institutionelle Investoren, Whales und andere Marktteilnehmer aus der Kategorie „Smart Money“ bekommen kein FOMO. Die Angst, etwas zu verpassen, ist auch unangebracht bei diesen Investoren. Denn Smart Money investiert nicht aus Spaß an der Freude oder irgendwelchen kurzfristigen Gewinnaussichten. Smart Money investiert um zu gewinnen. Und dabei haben Emotionen einfach keinen Platz, denn sie stünden dem nur im Weg.

Nun aber zur eigentlichen Frage: Warum stürzte der Bitcoin Kurs bei 19.500 USD ab? Nun, das hat in der Tat mit Smart Money zu tun, genauer gesagt BTC Whales. Also die Kategorie an BTC Investoren, die 1.000 BTC oder mehr ihr Eigen nennen dürfen. Und diese Investoren verlagerten vor dem Preissturz mehr als 93.000 BTC auf Wallets der Kryptobörsen. So zumindest sagt das IntoTheBlock auf Twitter.

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On-Chain Analysen zeigen also, dass BTC Whales massive Mengen an Bitcoin zu den Kryptobörsen transferierten und auch verkauften. So sollen Gewinnmitnahmen in Höhe von ca. 1,5 Mrd. USD zustande gekommen sein. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag dabei bei 17.000 USD. Das erklärt natürlich einiges. Denn der Anstieg von unter 10.000 USD auf das Drei-Jahres-Hoch kam nicht wegen Retail-Anlegern zustande, sondern wegen Smart Money.

Teile der Investoren aus der Smart Money Kategorie hatten also ein Preisziel erreicht. Diese Investoren kümmern sich nicht um Allzeithochs oder Rekorde. Es zählt einzig und allein der Gewinn bei vorher definierten Preiszielen. Und wenn Smart Money teilweise Liquidität aus dem Markt zieht, dann stürzt der Preis nun mal ab. Da wir jetzt Geschehnisse und Hintergründe erörtert haben, können wir uns endlich den Chart widmen. Und der Frage: Sehen wir noch 2020 ein neues Allzeithoch?

Der Monatschart signalisiert ein unschönes Szenario

Fangen wir doch direkt im Monatschart an mit einer Erkenntnis, welche die meisten Marktteilnehmer wohl nicht hören wollen. Wie wir sehen können, zeigt die aktuelle Monatskerze einen langen Kerzendocht nach oben. Solcherlei Kerzendochte hatten wir schon öfter, besonders 2017,2018 und 2019. In keinem einzigen dieser historischen Fälle stieg der Markt danach stark an. Eher im Gegenteil. Dies lässt die Vermutung zu, dass sich der BTC Preis eventuell an einem Wendepunkt befindet.

Bitcoin (BTC) im Monatschart

Quelle: Tradingview

Die aktuelle Monatskerze hat aber noch ein wenig Laufzeit, weswegen wir keine voreiligen Schlüsse ziehen sollten. Deshalb werfen wir auch gleich noch einen Blick in den Wochenchart, für ein wenig mehr Details. Denn recht viel mehr Erkenntnisse liefert uns der Monatschart nicht.

Bitcoin (BTC) im Wochenchart

Quelle: Tradingview

Der Wochenchart macht deutlich, dass 17.142 USD eine wichtige Kursmarke ist. Die Unterstützung von 16.173 USD ist mit dem tief der aktuellen Wochenkerze bestätigt worden. Die Unterstützung von 17.142 USD muss erst noch bestätigt werden in diesem Zeitraum. Ein Wochenabschluss unterhalb dieses Preisniveaus wäre kein Beinbruch, aber ein verstauchtes Fußgelenk. Zudem stellt die Wochenkerze eine sog. Inside Bar dar, was auf eine Schwäche in der Trendbewegung hinweisen könnte.

Im Tageschart bekommt Bitcoin zwei Möglichkeiten

Der Tageschart sieht bis auf den jüngsten Preissturz recht positiv aus. Ja, die große rote Kerze ist jetzt kein erfreulicher Anblick, aber der lange Kerzendocht nach unten zeigt uns zumindest absorbierten Verkaufsdruck. Das sehen wir auch bei den Folgekerzen. Zudem sehen wir die steigende Unterstützungslinie, welche selbst die obere Begrenzung eines breiter werdenden Keils markiert. Leider sehen wir aber auch, dass 17.142 USD gegenwärtig noch nicht wieder zurückerobert werden konnte.

Bitcoin (BTC) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Ohne weitere, technische Signale bleiben zwei Szenarios:

  1. Die Bullen im Markt wuppen den Preis zurück über 17.142 und womöglich sogar ~17.600 USD.
  2. Der Verkaufsdruck nimmt zu und das bärische Momentum drückt den Preis weiter in die Tiefe.

Szenario 1 ist leicht nachzuvollziehen und ein Preisziel könnte zunächst bei 17.600, im weiteren Verlauf gar 18.462 USD liegen. Szenario 2 ist hingegen „tricky“. In jedem Fall führt bärisches Momentum zu einem Fall zurück in den breiter werdenden Keil. 16.173 USD kann auch nicht ewig halten. Ein womögliches Preisziel wäre dann 15.500 bzw. 15.000 USD. Dies ist eine Zone, in der viele Käufer scheinbar ihre Orders liegen haben. Eine tolle Zone also, um ordentlich Momentum nach oben zu gewinnen.

17.142 ist der womögliche Entscheidungspunkt für BTC

Die Kryptomärkte sind am Wochenende irgendwie anders. Unter Analysten und Tradern wird dabei oft gesagt, dass gar „magische“ Dinge passieren. Und irgendwie stimmt es auch, denn am Wochenende unterliegen die Kryptomärkte keinen Einflüssen der traditionellen Finanzmärkte. Das macht die Kurse zeitgleich aber auch weniger berechenbar. Dennoch zeigt uns der 4-Stunden-Chart einige hilfreiche Signale. Erstens prallte der Preis von Bitcoin zuletzt schön von der auftsteigenden Unterstützungslinie ab. Zweitens bilden die aufsteigende Unterstützungslinie und die horizontale Linie bei 17.142 USD ein tolles Dreieck. 

Bitcoin (BTC) im 4-Stunden-Chart

Quelle: Tradingview

Ohne weiter auf die Eigenschaften der verschiedenen Triangeln eingehen zu wollen, könnte das Dreieck auf eine Fortsetzung hindeuten. Das bedeutet, dass der Trend weitergeht. Bitcoin befindet sich übergeordnet im Aufwärtstrend und im kleineren Rahmen – aktuell – in der Korrektur. Deshalb haben wir auch hier wieder die beiden denkbaren Szenarien aus dem Tageschart. Entweder die Bullen schaffen es zu einem Test bei ~17.600 USD oder die Bären übernehmen erneut und drücken auf 15.000 bis 15.500 USD.

Schlusswort

Der Bitcoin Kurs befindet sich an einem wichtigen Punkt. Einerseits spricht der historische Verlauf und ein eventuell langer Kerzendocht nach oben im Monatschart für eine denkbare Preisumkehr. Andererseits gilt der Markt nach wie vor als bullisch, das Sentiment als extrem gierig. Kaufdruck kann also praktisch zu jeder Zeit erneut einsetzen und den Preis mit ordentlich Momentum wieder Richtung neues Allzeithoch pushen.

Ob dieses neue Allzeithoch noch im laufenden Jahr 2020 zustande kommt, wissen wir nicht. Aber es ist denkbar, gut denkbar. Vor allem auch, wenn wir den Marktzyklus betrachten und den historischen Verlauf von 2016/2017. Eine Garantie ist das aber nicht, denn heute wird der BTC Preis von anderen Faktoren getrieben, also noch vor 3 bis 4 Jahren.

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche, gemachte Angaben ausdrückliche keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann. Wir nutzen für unsere Analysen Tradingview.

Thomas Schmied
Über den Autor

Thomas Schmied ist freier Autor, Journalist, Ghostwriter, Schreibcoach & Kommunikationsberater seit 15 Jahren. Kurzum: Thomas ist jemand, der mit Worten umgehen kann. Zeitgleich ist er aber auch begeistert von Daten, Zahlen und Programmcode.

Diese Leidenschaften führten ihn von zahllosen (Fach-)Texten zu allgemeinen Wirtschaftsmeldungen. Schnell ging es von dort zu Finanznachrichten und der Börse. In die Börse verliebt, gab sich Thomas dem Trading hin. Über die Begeisterung für das Programmieren und die Börse war der Weg in die Krypto-Szene nicht mehr weit.

Heute verbindet er seine Vorlieben miteinander: Er tradet Krypto-Assets, er schreibt über Krypto-Themen und arbeitet nebenbei noch an Entwicklungsprojekten aus der Kryptobranche mit.

Krypto-Fachbegriffe und Abkürzungen – Teil 3

Willkommen zum nächsten Abschnitt unserer Fachbegriffe- und Abkürzungen-Tour durch das Kryptoversum. Wir haben vorletzte Woche über Währungen, Geld, Zahlungsmittel, Coins und Token (und die Unterschiede) gesprochen und in der letzten Woche so einige honorige Ausdrucke geshillt, z.B. AML, ATH, DYOR, FOMO, FUD, HODL, KYC und SAFU.

Wem jetzt noch nicht schwindlig ist, dem servieren wir heute noch ein paar mehr – wobei wir uns wieder von reinen Abkürzungen wie BTFD, ROI und SoV entfernen und zurück zu den Fachbegriffen kommen.

Also: Auf geht’s, steigen wir wieder hinab in den Kaninchenbau …

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Technische Analyse: VeChain Thor – ist der prominente Supply Chain-AltCoin auf dem Sprung?

Während Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) das Spotlight genießen, bereiten sich die anderen Altcoins auf ihre nächsten Rallys vor. VeChain (VET) erreicht erst im August 2020 ein neues Allzeithoch. Ist der Kurs schon bereit für einen erneuten Ausbruch?

Während praktisch die komplette Krypto-Szene ihre Augen auf Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) richtet, beginnen sich viele der anderen Altcoins bereitzumachen. Wofür? Für die nächste Altcoin Season! Denn diese wird anstehen, sobald der Preis von BTC sich beruhigt hat und in eine Konsolidierungsphase übergeht. Diese dauerte zuletzt stets um die 70 bis 80 Tage an. Genug Zeit, damit viele Altcoins aufatmen können und einige Widerstände durchbrechen.

VeChain (VET) zählt dabei zu den beliebten Altcoins. Der Preis erreichte zuletzt im August 2020 ein neues Allzeithoch bei 0,022990 USDT. Eine durchaus beeindruckende Leistung, wo doch im März 2020 noch das Allzeittief bei 0,001565 USDT erreicht wurde. Über 1.300 % Performance in 149 Tagen macht das, also eine durchschnittliche Tagesperformance von ca. 8,72 %. Das ist ordentlich, wenn da nicht auch der Abverkauf seit dem neuen Allzeithoch wäre. Mehr als 60 % ging es in die Tiefe, auf den aktuellen Stand von 0,012546 USDT.

Was war VeChain noch gleich?

Nun, die Frage, der wir uns widmen möchten: Wie steht es um den Preis und das preisliche Wachstumspotenzial von VeChain (VET)? Steckt VET noch zu tief im Abverkauf oder kann es tatsächlich schon wieder in die Gegenrichtung gehen? Bevor wir uns aber den Charts zuwenden, wollen wir auf ein paar grundlegende Informationen zu VeChain eingehen. So begann die auf Blockchain-Technologie basierende Supply Chain schon 2016 ihre Arbeit aufzunehmen. Das Projekt möchte seither durch dezentrale Governance und IoT-Technologie die Probleme mit dem traditionellen Supply-Chain-Management lösen.

Die Idee ist dabei simpel: die Effizienz, Nachvollziehbarkeit und Transparenz von Supply Chains soll zunehmen, während die Kosten gleichzeitig reduziert werden und die Nutzer in den Netzwerken mehr Kontrolle ausüben können. Dies geschieht in Form der beiden hauseigenen Token: VET und VTHO. Dass dieses Konzept bisher gut ankommt, belegt ein Ausschnitt aus der Kunden- und Partnerliste, welche auf der offiziellen Webseite von VeChain einzusehen ist:

Ausschnitt aus den Kunden und Partnern von VeChain

Quelle: VeChain

BMW, Renault, DB Schenker… selbst in diesem Ausschnitt sind schon große Namen dabei. Die Disruption traditioneller Supply Chains scheint also für VeChain aufzugehen. Ebenso wie die transparente Blockchain-Technologie, die zeitgleich eine höhere Effizienz und Sicherheit aufweist, neben der kostensenkenden Effekte. Zudem kam zuletzt auch wieder neuer Schwung ins Netzwerk selbst, wie anhand der Steigerung in den neuen Adressen gesehen werden kann:

Neue Adressen auf dem VeChain-Netzwerk

Quelle: IntoTheBlock

Das ist doch eine tolle Überleitung uns nach diesen grundlegenden Informationen zu VeChain endlich den Charts und VET zuzuwenden, nicht wahr? Na dann, auf gehts!

Abverkauf, ein fallender Keil und ängstliches Sentiment

Angekommen im Tageschart präsentiert sich uns das gesamte Bild seit März 2020. Wir sehen das Allzeittief, wir sehen den massiven Preisanstieg, das Allzeithoch und den gegenwärtigen Abverkauf. Auch sehen wir am unteren Bildrand das Sentiment in Form eines technischen Indikators. Interessant zu beobachten ist, dass dieses Sentiment bereits vor Erreichen des Allzeithochs kippte. Gegenwärtig befinden sich dieses Sentiment im ängstlichen Bereich, also einem der beiden Extreme. Der andere Bereich ist „Gier“ und war zuletzt beim Allzeithoch zu sehen.

VeChain (VET) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Zudem sehen wir einen fallenden Keil, welcher zu einem bullischen Ausbruch am 08. November 2020 führte. Seither scheint der Preis von VET Steigen zu wollen und die Widerstandszone bei 0,012352 USDT wurde auch bereits in Angriff genommen. Die Rückeroberung dieser Kursmarke aus dem Wochenchart wäre ein großer Gewinn für die Käufer im Markt. Zumal damit dann auch ein weiterer Anstieg auf 0,013521 USDT denkbar wäre.

Das Sentiment an den Märkten kurz erklärt

Da wir gerade von Sentiment und zwei Extremen sprachen: das Sentiment, also die Psychologie an den Märkten, tendiert zu zyklischem Verhalten. Was das bedeutet? Der Großteil aller Marktteilnehmer schwankt zwischen Angst und Gier mit den eigenen Emotionen. Sobald ein Extrem erreicht wurde, kommt es irgendwann zur Umkehr des Sentiments. Dabei unterscheiden wir klassisch zwischen drei Zuständen:

  1. Gierig: korreliert mit stark ansteigenden Preisen
  2. Neutral: korreliert mit moderaten Trends und Seitwärtsbewegungen
  3. Ängstlich: korreliert mit stark fallenden Preisen

Im Beispiel von VET sehen wir das Sentiment aus dem März im ängstlichen Bereich. Gemäß dem zyklischen Verhalten wechselte das Sentiment langsam hin zu neutral, später dann zu gierig. Als dann der Gipfel der Gier erreicht wurde (auch Euphorie im Kontext der Marktzyklen genannt), ging es wieder in die Gegenrichtung. Aktuell ist also wieder der ängstliche Bereich erreicht. Sobald es hier zum Tiefpunkt kommt (vielleicht auch schon kam), wird das Sentiment wieder Richtung neutral laufen. Alles zum Thema Sentiment an den Märkten kannst du bei Trade. Market. Mind. erfahren!

4-Stunden-Chart zeigt mehrere Szenarien für VET

Nach unserem kurzen Abstecher in die Welt des Sentiments, wollen wir uns aber wieder den Charts zuwenden. Wir waren bei einem womöglich bullischem Verlauf von VET stehengeblieben. Im 4-Stunden-Chart wollen wir dieser Vermutung weiter nachgehen. Was wir sehen sind allerdings gemischte Signale. Einerseits befindet sich VET seit dem Ausbruch aus dem fallenden Keil (und erfolgreichem Test) in einem intakten Aufwärtstrend. Andererseits wartet auf den Preisverlauf aber auch schon eine bärische Divergenz.

VeChain (VET) im 4-Stunden-Chart

Quelle: Tradingview

Der aktuelle Candlestick im 4-Stunden-Chart hatte noch mehr als dreieinhalb Stunden Laufzeit, dennoch ist für uns eine bärische Divergenz höchstwahrscheinlich. Dieses bärische Umkehrsignal kann zweierlei denkbare Verläufe annehmen:

  1. Ein Test des Wochenwiderstands bei 0,012352 USDT mit erfolgreicher Bestätigung als Unterstützung. Das wäre das Nonplusultra für die Bullen und ein relativ sicheres Anzeichen dafür, dass es wohl als Nächstes in Richtung 0,013521 USDT Tageswiderstandszone geht.
  2. Ein Fall zurück unter den Wochenwiderstand bei 0,012352 USDT. Das wäre ein Signal für mehrere denkbare Folgeszenarien, u.a. eine Konsolidierung unterhalb des Widerstands. Aber womöglich auch für einen Test der 0,010645 USDT Tagesunterstützung.

Selbstverständlich gibt es noch weit mehr Optionen. Denn in allen beispielhaften Verläufen ist der Bitcoin und dessen zukünftige Preisbewegungen nicht enthalten. Unter Berücksichtigung der anhaltenden Volatilität bei BTC allerdings, sehen wir Szenario #2 als wahrscheinlicher, wenngleich Szenario #1 mehr Sinn ergeben würde, ohne die Volatilität in Bitcoin in die Kalkulation mit einzubeziehen.

Bärische Divergenz für VET auch im Stundenchart

Der Stundenchart verrät uns nur bedingt mehr. Wir sehen ebenfalls eine Ankündigung einer bärischen Divergenz, als auch eine Stundenkerze, die deutliche Absorption von Kaufdruck zeigt. Der lange Kerzendocht (auch Schatten genannt) nach oben deutet an, dass hier ein gewisser Widerstand vonseiten der Bären herrschte.

VeChain (VET) im Stundenchart

Quelle: Tradingview

Auf Grundlage der vorliegenden Signale und unter Berücksichtigung eines nach wie vor volatil scheinenden BTC, bleiben wir also bei den vorgestellten Szenarien aus dem 4-Stunden-Chart. In beiden Charts wurde ein höheres Hoch erreicht, was wichtig ist, für den aktuellen Aufwärtstrend. Ein volatiler Anstieg oder Abverkauf im Bitcoin Markt könnte diese schöne Entwicklung aber schnell zunichtemachen. Vorsicht also beim Handel und den Bitcoin Kurs nicht aus den Augen verlieren!

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche, gemachte Angaben ausdrückliche keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann. Wir nutzen für unsere Analysen Tradingview.

Thomas Schmied
Über den Autor

Thomas Schmied ist freier Autor, Journalist, Ghostwriter, Schreibcoach & Kommunikationsberater seit 15 Jahren. Kurzum: Thomas ist jemand, der mit Worten umgehen kann. Zeitgleich ist er aber auch begeistert von Daten, Zahlen und Programmcode.

Diese Leidenschaften führten ihn von zahllosen (Fach-)Texten zu allgemeinen Wirtschaftsmeldungen. Schnell ging es von dort zu Finanznachrichten und der Börse. In die Börse verliebt, gab sich Thomas dem Trading hin. Über die Begeisterung für das Programmieren und die Börse war der Weg in die Krypto-Szene nicht mehr weit.

Heute verbindet er seine Vorlieben miteinander: Er tradet Krypto-Assets, er schreibt über Krypto-Themen und arbeitet nebenbei noch an Entwicklungsprojekten aus der Kryptobranche mit.

HODL, SAFU, ATH – nicht nur Miner wühlen sich durch das Rabbithole.

Abkürzungen und Fachbegriffe allerorten, das kennen wir nicht nur aus dem Krypto-Umfeld. Ein paar davon erklären sich von selbst, andere sind mit kurzer Erklärung logisch und manche ergeben gar keinen echten Sinn, werden aber trotzdem benutzt.

Das passiert uns allen mal, vor allem in Zeiten von Stress und Hektik bei zickig kleinen Tastaturen und Mini-Displays – Buchstabendreher und Rechtsschreibfehler. Was sich einst „versendet“ hat, bleibt dank Social Media und Internet für ewig erhalten. Meistens sind diese Vertipper nur ärgerlich, gelegentlich ein bisschen peinlich – manche aber werden zum viralen Hit und etablieren sich als Synonym.

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