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Bitcoin, Ethereum und Aave zum Wochenstart – KW 28/2021

Wir blicken zum Start der KW 28/2021 auf Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Aave (AAVE). Während die vergangene Woche von abnehmender Volatilität und abnehmenden Volumen bei Bitcoin und Ethereum geprägt war, sahen wir bei DeFi-Werten (u.a. Aave) steigende Preise mit noch nicht genug Momentum, um eine Erholung zu attestieren. Sehen wir also nach, was diese Woche mit sich bringen könnte. 

In unserer neuen Serie „Bitcoin, Ethereum und [drittes digitales Asset unserer Wahl] zum Wochenstart“ sehen wir uns jeden Montag drei Kryptomärkte in einer breiteren Übersicht an. Dabei versuchen wir sowohl grundlegende Mittel der Chartanalyse, als auch On-Chain Daten verständlich zu präsentieren, um euch so eine kompakte Übersicht zum Wochenstart in den Kryptomärkten zu bieten. Hier erwartet euch dabei aber weder eine vollständige, technische Analyse noch eine umfangreiche Analyse von On-Chain Daten.

Den Start in der KW 28/2021 machen dabei BTC, ETH und AAVE. Alle drei Werte sind dabei äußerst interessant. Denn mit Bitcoin und Ethereum blicken wir auf die zwei größten Kryptowährungen der Welt, sortiert nach Marktkapitalisierung. Mit Aave blicken wir stattdessen auf das (wieder) dominanteste DeFi-Protokoll auf dem Ethereum-Netzwerk und damit auf einen Bluechip der dezentralen Finanzen, der stellvertretend für die Unterkategorie der Lending-Protokolle steht.

Bitcoin Kurs weiter unentschlossen

Der Bitcoin Kurs ist am heutigen Montag (12. Juli 2021) zunächst positiv in die neue Woche gestartet. Während sich die vergangene Woche insgesamt ruhig abspielte, dafür aber auch kaum Bestrebungen nach oben zeigte, startete die aktuelle Woche bei 34.259 USD oberhalb des wöchentlichen Pivot Punktes. Dieser Punkt (Weekly P) gilt gemeinhin als wichtiger Mittelpunkt der Pivot-Lehre und ein Preis ober oder unterhalb dieser Kursmarke wird als bullisch/bärisch gewertet.

Bitcoin (BTC) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Viel wichtiger aber, als der Wochenstart über Weekly P, ist zunächst aber die Tatsache, dass die Bollinger Bänder (20, 2) nach wie vor sehr eng beieinander liegen. Eine solche Abnahme der Volatilität und der Preisbewegungen, zusammen mit abnehmendem Volumen deutet häufig auf eine größere Preisbewegung hin. Erwartet uns also ein Ausbruch im Bitcoin Kurs und ein Ende der mittlerweile mehr als 50-tägigen Seitwärtsbewegung?

Fluss an BTC von und zu Kryptobörsen

Quelle: IntoTheBlock

Nun, einen Ausbruch aus der Seitwärtsphase, welche übrigens in der Mehrzahl als Akkumulation (bullisch) gesehen wird und eben nicht als Re-Distribution (bärisch), erfolgt irgendwann in jedem Fall. Die Frage ist nur wann und in welche Richtung. Bisweilen scheinen die Marktteilnehmer aber noch nicht entschlossen genug, um beide Fragen schon mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu beantworten. Die Flüsse an BTC von und zu Kryptobörsen jedenfalls nehmen in den Einzahlungen und den Abhebungen weiter ab.

Bitcoin Social Sentiment

Quelle: LunarCRUSH

Und auch die Daten zum sozialen Sentiment von BTC via LunarCRUSH bestätigen eine gewisse Unsicherheit. Die Angst scheint aber langsam zu weichen. Ein durchschnittliches Sentiment von 3,5/5 ist sogar leicht positiv in den sozialen Medien. Der Preisverlauf ist logischerweise schlechter bewertet mit 2,1/5, da die Seitwärtsphase den Preis auch weiterhin unter wichtigen gleitenden Durchschnitten (hauptsächlich 50 und 200 SMA) hält.

Bitcoin (BTC) im 4-Stunden-Chart

Quelle: Tradingview

Insgesamt sehen wir wohl einer weiteren Woche (und es wird wahrscheinlich nicht nur bei einer Woche bleiben) Seitwärtsbewegung entgegen. Auf dem 4-Stunden-Chart ist schön zu erkennen, wie der BTC Preis Positiv oberhalb von 33.876 USD in die Woche startete, während die rote Linie auf dem Chart nicht nur das höchste Handelsvolumen seit 22. Juni 2021 markiert, sondern auch eine Widerstandszone (34.780 bis 35.000 USD), welche es für Bitcoin zu nehmen gälte, würden die Käufer hier bereits einem größeren Anstieg entgegenblicken.

Bitcoin IOMAP

Quelle: IntoTheBlock

Der Weg nach oben wird aber höchstwahrscheinlich beschwerlich werden. Denn im Grunde warten ab ca. 34.000 USD bis zu einem Ausbruch über 40.000 USD permanente Preiszonen, in denen Coins gekauft wurden, welche nun im Minus liegen. Ein Fall unter den wöchentlichen Pivot Punkt könnte gut und gerne auf rund 32.500 USD führen, während ein Bruch von 35.000 USD (monatlicher Pivot Punkt) essenziell ist, um einen bullischen Verlauf auf 38.000 bis 40.000 zunächst überhaupt zu unterstreichen.

Fazit: Der Bitcoin (BTC) Markt scheint weiter unentschlossen, während der BTC Preis weiter eingeengt wird, durch abnehmende Volatilität und abnehmendes Volumen. Eine größere Preisbewegung könnte daher bevorstehen, wobei Zeitpunkt und Richtung bisweilen ungewiss scheinen.

Ethereum folgt Bitcoin in die abnehmende Volatilität

Bei Ethereum (ETH) sieht die Sachlage nicht so viel anders aus, wie bei Bitcoin (BTC). Kein Wunder, denn die Korrelation der beiden größten Kryptowährungen befindet sich wieder auf hohem Niveau. Auch hier sehen wir eine relativ feste Preisspanne (ca. 1.700 bis 2.900 USD) und enger werdende Bollinger Bänder. Volatilität und Volumen nehmen demnach ab und die Preisbewegungen werden kleiner.

Ethereum (ETH) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Anders als bei BTC sehen wir aber bei ETH schon seit geraumer Zeit a) weiterhin größere Abhebungen von Kryptobörsen und b) starke Einzahlungen in das ETH 2.0 Staking über den Deposit Contract der Beacon Genesis Chain. Das zeugt von einem hohen Vertrauen aufseiten der Ethereum-Investoren, da Ether im frühen ETH 2.0 Staking nicht mehr zugänglich ist, bis dann Phase 2 der Umstellung von ETH 1.0 auf ETH 2.0 erfolgt.

Fluss an ETH von und zu Kryptobörsen

Quelle: IntoTheBlock

Folglich sehen wir bei ETH auch weiterhin stärkere Abhebungen von Kryptobörsen. Die Einzahlungen hingegen nehmen weiter insgesamt ab. Das schafft eine solide Grundlage anzunehmen, dass wir hier in der Tat eine Akkumulation sehen und eben keine Re-Distribution. Und sollte dies bei Ethereum in der Tat der Fall sein, so wäre dem auch bei Bitcoin so. Denn ein fallender BTC begünstigt keinesfalls pumpende ETH Preise. Zumindest nicht laut historischen Daten, die wir kennen.

Ethereum Social Sentiment

Quelle: LunarCRUSH

Die Social Sentiment Daten von LunarCRUSH gleichen sich bei Ethereum wenig verwunderlich mit den Daten von Bitcoin. ETH steht in der Tat ein wenig schwächer da, wobei die Preisperformance mit 1/5 ein wenig fragwürdig erscheint. Denn am Markt sahen wir in vielen Phasen der Seitwärtsbewegung ein stärkeres Ether. Am Ende bleibt aber festzuhalten, dass auch im Ethereum Kurs die Angst ein wenig weichen zu scheint.

Ethereum (ETH) im 4-Stunden-Chart

Quelle: Tradingview

Im Preischart selbst sehen wir Ethereum mit einem Wochenstart unterhalb des wöchentlichen Pivot Punktes bei 2.198 USD. Das erklärt dann vielleicht auch die schwache Bewertung der Preisperformance auf LunarCRUSH. Aktuell scheint der ETH Preis die rote Linie mit dem höchsten Handelsvolumen seit 22. Juni 2021 zu testen, welche gehalten werden sollte. Falls nachhaltig unterschritten könnten wir ansonsten durchaus die 2.000 USD erneut testen. Bei Erhalt der Linie könnten hingegen die Käufer im Ethereum Kurs erneut den wöchentlichen Pivot Punkt und eventuell auch den monatlichen Pivot Punkt (Monthly P) fokussieren.

Ethereum IOMAP

Quelle: IntoTheBlock

Die On-Chain Daten von IntoTheBlock bezüglich der nächsten Preiszonen mit ehemals hohem Kaufvolumen unterstützen diese Annahmen. Wir sehen stärkere Unterstützungen bei rund 2.000 bis 2.100 USD, während auf der Oberseite ab 2.235 USD Gegenwind drohen könnte.

Fazit: Auch Ethereum (ETH) scheint weiter unentschlossen. Der Preis zeigt zudem ein ähnliches Verhalten der abnehmenden Volatilität und des abnehmenden Volumens, wie bei BTC. Eine größere Preisbewegung könnte daher bevorstehen, wobei Zeitpunkt und Richtung bisweilen ungewiss scheinen.

Aave startet Aave Pro, doch der Markt will noch nicht mitziehen

Aave (AAVE), das führende Lending-Protokoll in den dezentralen Finanzen auf Ethereum, hatte zuletzt Aave Pro gestartet. Dies ist ein Angebot an institutionelle Investoren, welches zwar immer noch das Grundprinzip von Aave verfolgt, aber von der eigentlichen Plattform losgelöst wird. Inkl. Know-Your-Customer (KYC), Anti-Geldwäsche und Anti-Terrorfinanzierung. Voll reguliertes DeFi? Wir sind gespannt.

 

Aave (AAVE) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Wenngleich das super klingen mag, der Markt selbst will hier noch nicht ganz mitziehen. Der Preis von AAVE erholte sich zwar von einem zeitweisen Tief bei ca. 174 USD zurück auf zeitweise knapp 350 USD, bleibt aber weiterhin unterhalb des 200-Tage gleitenden Durchschnitts (SMA in Grau). Zudem ist eine fallende Trendlinie auch weiterhin nicht gebrochen und daher intakt, während die Käufer im Markt das 50 % Fibonacci-Level nicht zurückerobert bekommen.

Gesamtmenge an Kryptowährungen in USD in Aave

Quelle: DeFi Pulse

Die Gesamtmenge an Kryptowährungen in USD in Aave stagniert derweilen um die 11 Mrd. USD herum. Das hilft dem Fundament für weiter steigende Preise nicht zwingend, wobei der aktuelle Retail-lastige Markt hier wohl weniger stark auf fundamentale Daten schielt. Insgesamt sind die On-Chain Daten zu Aave herrlich neutral, was eine Bewertung natürlich nicht einfacher macht.

Aave Social Sentiment

Quelle: LunarCRUSH

Die Social Sentimentdaten von LunarCRUSH hingegen sehen gut aus für AAVE. Sowohl der Einfluss der sozialen Medien auf den Preis, als auch das durchschnittliche Sentiment scheinen positiv. Hinzu kommt die jüngst positive Preisperformance. Wechselt das Sentiment in DeFi schneller, als bei BTC und ETH? Sehen wir womöglich eine Wiederholung des DeFi-Sommers 2020, als DeFi-Werte eine negative Korrelation zu Bitcoin und Ethereum aufwiesen? Unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.

Aave (AAVE) im 4-Stunden-Chart

Quelle: Tradingview

Der Wochenstart für AAVE am Markt sieht jedenfalls schon mal gut aus. Anstieg über den wöchentlichen Pivot Punkt bei 304,35 USD und ein Verbleib über der roten Linie mit dem höchsten Handelsvolumen seit 22. Juni 2021. Beides kann an der Stelle nur positiv gewertet werden. Doch nun muss der Preis auch oberhalb dieser Niveaus bleiben und bestenfalls 350 USD nachhaltig brechen.

Aave IOMAP

Quelle: IntoTheBlock

Und genau dabei stehen 310 bis 320 und ca. 330 bis 340 USD im Weg. Dafür scheinen die 300 USD auf der Unterseite wie eine solide Unterstützung. Sollte AAVE also den wöchentlichen Pivot Punkt halten können und 320 USd hinter sich lassen, wäre ein Re-Test bei 350 USD durchaus im Spiel. Ein Durchbruchhier würde übrigens bei 380 bis 400 USD landen können.

Fazit: Aave (AAVE) behält weiter Volatilität bei und das Volumen war zuletzt hoch. Sollte nun erneutes Momentum in den Markt kommen, könnte der Preis davon profitieren und wichtige Widerstandszonen hinter sich lassen.

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Bleibt rational und habt starke Hände!

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