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Analyse: Ocean Protocol (OCEAN) – ruhiger Wellengang oder stürmische See?

Passend zum jüngst veröffentlichten Interview mit der Ocean Academy, widmen wir uns erneut Ocean Protocol. Diesmal soll es allerdings zurück an das Marktgeschehen gehen und die Frage, ob die erfolgreiche Preisentwicklung bei OCEAN weitergehen wird oder nicht.

Während die Community rund um Ocean Protocol unter anderem durch die engagierte Arbeit der Ocean Academy stetig wächst, läuft es scheinbar auch beim Projekt selbst rund. Neue Entwicklungen, Integrationen, Partnerschaften… der Weg zur neuen, dezentralen Datenökonomie ist bisweilen ein Weg des Erfolges.

Das kommt nicht von ungefähr. Doch wir wollen uns im Rahmen dieses Artikels nicht mit dem Erfolgsrezept von Ocean Protocol auseinandersetzen, sondern vielmehr – basierend auf Wahrscheinlichkeiten – erörtern, wohin es mit dem Preis von OCEAN (ERC-20 Token) gehen wird. Denn der Erfolg von Ocean Protocol, ja der Weg hin zur neuen, dezentralen Datenökonomie, wirkt sich nicht nur auf den Preis am Markt aus, sondern wird gewissermaßen auch durch diesen Preis widergespiegelt.

Grundlegende Informationen zum Ocean Protocol und interessante Insights gibt es übrigens in diesem exklusiven Interview mit Ocean Protocol Gründer Bruce Pon von Thomas aka DecenTrade.

Ocean Protocol (OCEAN): Der Ozean steht niemals komplett still

Springen wir doch direkt in den Tageschart! Dieser sieht auf Anhieb recht bullisch aus, was durch die Markierung eines neuen Allzeithochs vom 07. März 2021 bei 1,6838 USDT untermauert wird. Doch der Verkaufsdruck war dann doch spürbar, was sich in dem langen Schatten (Kerzendocht) nach oben zeigt und auch in der aktuellen Tageskerze. Der Preis von OCEAN lag zum Zeitpunkt dieses Artikels bei 1,40 USDT.

Ocean Protocol (OCEAN) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Allerdings sehen wir auch – zugegeben übliche – bärische Signale. Da wäre einerseits die bärische Divergenz im RSI Indikator, andererseits der deutliche Verkaufsdruck nach Erreichen des neuen Allzeithochs. Ein bärischer Durchbruch durch das Niveau des ehemaligen Allzeithochs bei 1,3880 USDT könnte durchaus eine erneute Korrektur einleiten.

Was uns die On-Chain Daten über OCEAN verraten

Was wir nicht vergessen dürfen, ist allerdings der Makrotrend in Krypto. Nicht erst seit dem Bullenmarkt in Bitcoin (BTC), gelten die Kryptomärkte als generell bullisch. Und dieser Makrotrend kommt mit entsprechendem Wind in den Segeln für viele Preisentwicklungen daher. Wenn dann noch fundamentale Daten einfach stimmig sind, dann müssen bärische Signale aus der Chartanalyse nicht mehr greifen.

Deshalb sind On-Chain Daten eine wichtige Quelle für zusätzliche Signale, welche weniger stark von Subjektivität beeinflusst werden, da sie fundamentaler Natur entsprechen. Zum Beispiel der Verlauf an neuen Adressen. Dieser zeigt uns einerseits das Wachstum eines Netzwerkes, andererseits kann er uns aber auch wichtige Signale für die zukünftige Preisentwicklung liefern.

Neue Adressen im Ocean Protocol

Quelle: Glassnode

Wie wir im Fall von Ocean Protocol sehen können, kam es im Sommer 2020 zu massiven Spikes in der Anzahl neuer Adressen. Solche plötzlichen Ausschläge dürfen als Warnsignal verstanden werden. Wir suchen nämlich nicht nach plötzlichen Spikes, sondern viel mehr nach kontinuierlichem Zuwachs. Die Preisreaktionen auf diese Spikes in den neuen Adressen bei Ocean Protocol sprechen für sich.

Zuletzt beobachten wir wieder einen größeren Ausschlag in der Anzahl der neuen Adressen. Verglichen mit dem Sommer 2020 ist dieser Ausschlag allerdings noch zu gering, um von einem Warnsignal zu sprechen. Insgesamt wächst Ocean Protocol auf der Nutzerseite, was bullisch ist. Bullisch sind im übrigen auch die Daten zu den aktiven Adressen.

Aktive Adressen im Ocean Protocol

Quelle: Glassnode

Ähnlich wie schon bei der Anzahl an neuen Adressen sehen wir jedoch auch bei den aktiven Adressen die deutlichen Spikes aus dem Sommer 2020 und die entsprechenden Preisreaktionen. Daher gilt dasselbe Fazit, wie schon vorher: noch kein Warnsignal.

Marktteilnehmer heben ihre Tokens von Kryptobörsen ab

Was für Marktteilnehmer auch interessant ist: der Fluss von Kryptowährungen von und zu Kryptobörsen. Denn grundsätzlich gelten Coins und Tokens außerhalb von Kryptobörsen als nicht verknüpft mit einer direkten Verkaufsintention. Fließen also mehr Kryptowährungen aus Kryptobörsen heraus, als reinfließen, sprechen wir von einem bullischen Signal.

Fluss an OCEAN von und zu Kryptobörsen

Quelle: Glassnode

Beim Fluss an OCEAN von und zu Kryptobörsen beobachten wir zwei interessante Begebenheiten. Einerseits sehen wir, dass während des Preisanstiegs im Sommer 2020 plötzliche Spikes beim Fluss an OCEAN zu Kryptobörsen zu sehen sind. Dies korreliert mit dem Abverkauf, welchen wir auf den Preischarts sehen können. Andererseits fließen aktuell mehr OCEAN aus den Kryptobörsen heraus, als hinein. Das war beim damaligen Preisanstieg nicht der Fall.

Insgesamt blicken wir also auf weniger direkte Verkaufsintentionen, gepaart mit noch keinen Warnsignalen beim Wachstum und der Aktivität von Ocean Protocol. Diese Signale unterstützen die Annahme eines weiterhin bullischen Preisverlaufs.

Schlägt OCEAN weitere Wellen?

Und eben diesen wahrscheinlich weiterhin bullischen Preisverlauf sehen wir auch auf dem Preischart. Der 4-Stunden-Chart zeigt uns recht deutlich, dass die Reise für OCEAN auch weiterhin in die nördliche Richtung verlaufen sollte. Die aktuelle 4-Stunden-Kerze scheint Unterstützung am Preisniveau des ehemaligen Allzeithochs zu bekommen und der RSI Indikator hält seinen Aufwärtstrend.

Ocean Protocol (OCEAN) im 4-Stunden-Chart

Quelle: Tradingview

Sofern der Preis von OCEAN Stabilität bei 1,3880 USDT findet, könnte ein erneuter Anstieg auf das aktuelle Allzeithoch bei 1,6838 USDT stattfinden. Preisziele oberhalb von 1,6838 USDT wären dann 1,85 bis 2,00 USDT. Eine Neubewertung der Situation am Markt und bei den On-Chain Daten wäre dann ratsam.  Ein Fall unter das ehemalige Allzeithoch würde dagegen höchstwahrscheinlich zur Wochenunterstützung bei 1,2523 USDT führen, welche durch eine ehemalige, fallende Widerstandslinie gestärkt wird.

Schlusswort

Ocean Protocol setzt sich ein für unsere Daten. Es geht darum, innerhalb einer neuen, dezentralen Datenökonomie die Macht über unsere eigenen Daten wieder in unsere eigenen Hände zu legen. Dieser Weg ist kein leichter Weg, aber Ocean Protocol führt diesen Weg an. Kontinuierlich und erfolgreich.

Die On-Chain Daten bezüglich der Anzahl an neuen und aktiven Adressen unterstreichen dabei die Signale aus der Chartanalyse. Wir gehen daher von einer weiterhin positiven Preisentwicklung bei OCEAN aus. Zusätzliche Zuversicht geben uns dabei die Daten zum Fluss an OCEAN von und zu Kryptobörsen.

Zeitweise Gegenbewegungen und Korrekturen kann es freilich dennoch geben. Kein Kurs steigt wie an einer Schnur gezogen stetig nur an. Gerade deshalb ist es ratsam sich nicht alleinig auf fundamentale oder technische (Chart-)Signale zu verlassen. Vielmehr gilt es die eigenen Annahmen mit aussagekräftigen Daten aus beiden Analysemethoden zu bestätigen, um infolgedessen einen soliden Handelsplan aufstellen zu können.

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche gemachten Angaben ausdrücklich keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann.

Thomas Schmied
Über den Autor

Thomas Schmied ist freier Autor, Journalist, Ghostwriter, Schreibcoach & Kommunikationsberater seit 15 Jahren. Kurzum: Thomas ist jemand, der mit Worten umgehen kann. Zeitgleich ist er aber auch begeistert von Daten, Zahlen und Programmcode.

Diese Leidenschaften führten ihn von zahllosen (Fach-)Texten zu allgemeinen Wirtschaftsmeldungen. Schnell ging es von dort zu Finanznachrichten und der Börse. In die Börse verliebt, gab sich Thomas dem Trading hin. Über die Begeisterung für das Programmieren und die Börse war der Weg in die Krypto-Szene nicht mehr weit.

Heute verbindet er seine Vorlieben miteinander: Er tradet Krypto-Assets, er schreibt über Krypto-Themen und arbeitet nebenbei noch an Entwicklungsprojekten aus der Kryptobranche mit.

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