fbpx

Analyse: Ocean Protocol (OCEAN) das neue LINK?

Ocean Protocol (OCEAN) macht mehr und mehr von sich Reden. Während schon seit 2017 an dem Projekt gearbeitet wurde, startete das Mainnet erst 2019. Und seither schreibt Ocean Protocol nicht nur fundamental, sondern auch am Markt Erfolgsgeschichten.

Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Chainlink (LINK)… viele der großen Kryptowährungen sind nahezu ständig in aller Munde. Zurecht! Denn BTC, ETH und LINK gehören definitiv zu den am meist gefragtesten Kryptowährungen überhaupt. Bitcoin ist die Leitwährung der Kryptomärkte mit unangefochtener Dominanz. Ethereum ist der Grundbaustein des Sektors rundum Decentralized Finance (DeFi) und die Nachfrage nach Oracles durch Chainlink scheint auch nicht gerade nachzulassen.

Im Schatten dieser namhaften digitalen Währungen finden sich unterdessen interessante und erfolgreiche Projekte. Ocean Protocol (OCEAN) ist eines davon. Sehen wir uns das doch mal genauer an!

Was ist Ocean Protocol?

Kurz gesagt: Ocean Protocol zielt darauf ab, den Menschen wieder mehr Kontrolle über die eigenen Daten zu geben! Gemäß der Ocean Protocol Foundation hängt die Gesellschaft unserer zunehmenden digitalen Zeit immer mehr von Daten ab. Vor allem auch mit dem Aufkommen von künstlicher Intelligenz (AI). Leider haben nur eine kleine handvoll an Unternehmen die Kapazitäten und Ressourcen, um beides zu kontrollieren: Daten und AI. Ocean Protocol sieht hinter dieser Tatsache eine Bedrohung für eine freie und offene Gesellschaft.

Während Apple, Google, Facebook, Microsoft, Twitter und Co. massive Mengen an (teils) persönlichen Daten anhäufen und Ressourcen besitzen, um mittels AI noch mehr Daten auszulesen, verlieren wir Menschen – die eigentlichen Besitzer dieser Daten – nur noch wenig Kontrolle darüber, was mit diesen Daten letztendlich geschieht. Ocean Protocol will daher eine neue Datenökonomie erschaffen, die aufbauend auf Dezentralität, die Macht über die Daten zurück in die Hände der Besitzer gibt. Bitcoin gibt uns die Macht über unser eigenes Geld frei zu verfügen. Ocean Protocol gibt uns dieselbe Macht in Hinblick auf unsere Daten.

Gibt es aktuelle Neuigkeiten zum Projekt?

Oh ja! Nicht nur startete am 27. Oktober 2020 die 3. Version des Protokolls mitsamt Staking, was schon alleine einen Meilenstein bedeutet. Nein, auch eine dezentrale Datenhandelsplattform wurde errichtet. Der „Ocean Marketplace“ erlaubt das Kaufen, Verkaufen und Zusammenstellen von Daten, basierend auf der transparenten Blockchain-Technologie. Datenbesitzer veröffentlichen ihre Daten und verkaufen diese an interessierte Datennutzer. Dies geschieht über Datatokens, welche die jeweiligen Informationen beinhalten. Die Preise dieser Daten werden dabei automatisch ermittelt und die Daten bleiben zu jeder Zeit auch im Besitz des Herausgebers. Es wird also vielmehr der Zugang zu Daten verkauft, als die Daten selbst.

Zudem meldete die deutsche Bundesbank, dass Ocean Protocol ausgewählt wurde, um eine dezentrale Blockchain für die Zentralbank zu entwickeln! Laut Bundesbank wäre Ocean Protocol die „einzige Wahl“ gewesen, was offensichtlich darauf hinweist, dass das Protokoll andere Projekte in seinem Bereich aussticht. Laut Bundesbank würde es darum gehen, ein „dezentralisiertes Netzwerk“ zu erschaffen, welches „Mitgliedern einen zuverlässigen Zugang zu Daten“ gebe, um „Statistiken in Echtzeit“ zu updaten, ohne dabei die „Souveränität der Daten selbst“ zu verlieren. Solche Meldungen lassen sich sehen und wirken fundamental bullisch. Und nicht nur fundamental kann Ocean Protocol überzeugen.

OCEAN schlägt hohe Wellen am Markt

Auch an den Kryptomärkten ist OCEAN kein unbekannter Name mehr. Zunehmend scheinen Investoren und Trader Interesse am nativen Token des Ocean Netzwerks zu haben. Der Preis spiegelt das wider! Denn OCEAN kostet im Mai 2019 lediglich 0,04 USD. Im August 2020, also ein wenig mehr als ein Jahr später, wurden daraus zeitweise ca. 0,75 USD. Und der zugehörige Anstieg zu diesem Allzeithoch bei OCEAN lässt sich durchaus sehen.

Ocean Protocol (OCEAN) im Wochenchart

Quelle: Tradingview

Wie wir im Wochenchart erkennen können, schlug OCEAN schon seit Anfang Juli 2020 – im wahrsten Sinne des Wortes – Wellen. Hohe Wellen um genau zu sein, denn es ging binnen 7 Wochen auf das gegenwärtige Allzeithoch bei den angesprochen 0,75 USD. Dass seither eine Korrektur erfolgte ist nicht weiter verwunderlich. Und dass das Allzeithoch mit abnehmendem Volumen zustande kam, ist auch nicht seltsam. Immerhin befand sich OCEAN seit Erreichen von 0,20 USD in der sog. „Price Discovery“. Also auf Preisniveaus, wo noch keine technischen Level wie z.B. Unterstützung und Widerstand existieren.

Der OCEAN beruhigt sich

Im Tageschart sehen wir den Verlauf von OCEAN nochmal deutlicher, sogar mit mehr Wellen. Wir sehen aber auch auf Anhieb, dass der Preis seit dem Erreichen des Allzeithochs tiefere Hochs produziert, während wir zeitgleich höhere Tiefs sehen. Dies führt zu einer Verengung der Preisspanne und könnte in Zukunft zu einem Triangel führen. Wahrscheinlich wäre dabei ein symmetrischer Triangel, also ein Fortsetzungssignal. Dies bleibt aber noch abzuwarten, wäre aber nicht untypisch aufgrund der fundamental starken Impulse.

Ocean Protocol (OCEAN) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Im – diesmal eingeblendeten – Money Flow Index (MFI) sehen wir zudem einen schönen Aufwärtstrend. Im Gegensatz zum RSI Indikator bestätigt uns der MFI steigende Bewegungen durch einen Verbleib oberhalb des in Rot hinterlegten Bereichs. Bei fallenden Bewegungen sehen wir den in Grün hinterlegten Bereich stattdessen ungenutzt. Der graue Bereich kann als neutral gewertet werden.

Abwärtstrend durchbrochen, Aufwärtstrend intakt?

Während wir im Tageschart verbleiben, sehen wir zudem, wie der Preis von OCEAN eine fallende Widerstandslinie am 18. Oktober 2020 durchbrach. Das dadurch entstandene bullische Momentum, fand seinen Höhepunkt dann am 27. Oktober 2020, also dem Tag der Veröffentlichung von Ocean Protocol v3. Gemäß dem Motto „kaufe das Gerücht und verkaufe die News“ ging es dann auch ab 28. Oktober in die Korrektur.

Ocean Protocol (OCEAN) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Zum Zeitpunkt dieser Analyse befand sich der Preis von OCEAN bei ca. 0,41 USDT, während wir eine Tageskerze sehen, die durch eine ehemalige Widerstandszone fällt. Ein wahrscheinlicher Anlaufpunkt wäre die Nähe der Monatsmarke bei 0,37 USDT. Allerdings gelten die Kryptomärkte durch die anhaltende Volatilität des Bitcoin (BTC) oberhalb von 13.000 USD als momentan „weniger verlässlich“, da die steigende Dominanz der größten Kryptowährung der Welt die Altcoins stark unter Druck setzt.

Noch mehr Trendlinien für OCEAN

Ein drittes Mal genauer hingesehen, sehen wir im Tageschart weitere Trendlinien. Mindestens seit dem 29. Juli 2020 nutzte OCEAN immer wieder eine steigende Unterstützungslinie, die zuletzt am 27. Oktober 2020 tatsächliche Unterstützung bot. Der Preis fiel daraufhin erneut unter diese Trendlinie und würde bei ca. 0,37 USDT erneut ein höheres Tief bilden. Das unterstützt die Annahme eines Triangels in der Zukunft, welcher dann auch zu einer Richtungsentscheidung führen muss.

Ocean Protocol (OCEAN) im Tageschart

Quelle: Tradingview

Wohin die Reise von OCEAN gehen wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar. Da aber selbst ein Bitcoin sich irgendwann erholen wird von seiner momentan volatilen Phase, wären steigende Preise für Investoren in OCEAN eine nicht zu weit hergeholte Prognose. Kurzfristig könnte aber 0,37 USDT anstehen, zumal die aktuelle Tageskerze zum Zeitpunkt dieses Artikels keine Tendenzen zeigte, alsbald auf Unterstützung zu stoßen.

Schlusswort

Viele Analysten und Experten sehen OCEAN schon als das neue LINK oder wahlweise auch Chainlink auf Steroiden. Während Chainlink aber Daten zugänglich für Smart Contracts macht, will Ocean Protocol diese Daten mithilfe von AI im Besitz der Herausgeber lassen. Und damit auch ein Stück weit die großen Datensammler unserer heutigen Zeit entmachten. Chainlink und Ocean Protocol haben also gar nicht so viel gemeinsam.

Am Markt jedoch entwickelt sich OCEAN in der Tat in die Richtung von LINK. Nicht vom Preis selbst, aber vom Preisverlauf. Auch der Preis von LINK lag lange Zeit brach, ehe es explosionsartig von ca. 4,58 USD auf knapp über 20 USD ging. Ob OCEAN es LINK gleichtun wird bleibt abzuwarten. Aber mit dem Projekt selbst und dem Token sollte zumindest gerechnet werden.

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche, gemachte Angaben ausdrückliche keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann. Wir nutzen für unsere Analysen Tradingview.

Thomas Schmied
Über den Autor

Thomas Schmied ist freier Autor, Journalist, Ghostwriter, Schreibcoach & Kommunikationsberater seit 15 Jahren. Kurzum: Thomas ist jemand, der mit Worten umgehen kann. Zeitgleich ist er aber auch begeistert von Daten, Zahlen und Programmcode.

Diese Leidenschaften führten ihn von zahllosen (Fach-)Texten zu allgemeinen Wirtschaftsmeldungen. Schnell ging es von dort zu Finanznachrichten und der Börse. In die Börse verliebt, gab sich Thomas dem Trading hin. Über die Begeisterung für das Programmieren und die Börse war der Weg in die Krypto-Szene nicht mehr weit.

Heute verbindet er seine Vorlieben miteinander: Er tradet Krypto-Assets, er schreibt über Krypto-Themen und arbeitet nebenbei noch an Entwicklungsprojekten aus der Kryptobranche mit.

Schreibe eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.