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3 Gründe, warum Ethereum weiter wachsen könnte

Nachdem Ethereum ein neues Allzeithoch markiert hatte, ging es für den Preis der zweitgrößten Kryptowährung direkt in die Korrektur. Dies verunsicherte viele Marktteilnehmer. Dabei zeigen u.a. 3 fundamentale Daten, dass weiteres Wachstum möglich ist.

Während die Kryptomärkte stark bullisch sind, häufen sich die Schlagzeilen der Krypto-Medienlandschaft über Bullenmärkte. Dies erweckt die Erwartung bei diversen Marktteilnehmern, dass Preise von nun an nur noch steigen würden. Vor allem Neuankömmlinge in Krypto und Investing/Trading betrifft das. Doch so funktionieren die Märkte nun mal nicht.

Wenngleich stark bullische Phasen in der Tat von starkem und teils länger anhaltenden Preiswachstum geprägt sind, kommt es doch immer wieder auch zu Gegenbewegungen oder auch Seitwärtsphasen. Wenn solche Phasen zusammen mit Angst und Zweifel auftreten, lohnt es sich einen Blick auf die fundamentalen Daten eines Assets zu werfen. Daten, die dabei helfen, ein Asset längerfristig zu bewerten, anstatt nur lediglich Preisentwicklungen zu prognostizieren.

Erstens: Steigende Adoption und Nutzung von ETH

Wir wollen heute ermitteln, warum Ethereum (ETH) weiter wachsen könnte. Denn die Korrektur direkt nach Erreichen eines neuen Allzeithochs sorgte für Verunsicherung. Glücklicherweise bieten Bitcoin und Ethereum eine Vielzahl an fundamentalen Daten, die untersucht werden können. Besondere Aufmerksamkeit liegt dabei auf den On-Chain Daten. Das sind Daten und Metriken, die von den Netzwerken selbst stammen. Zum Beispiel die täglich aktiven Adressen oder auch das durchschnittliche, tägliche Transaktionsvolumen.

Um ein mögliches Wachstum bei Ethereum anhand solcher Daten zu bewerten, fangen wir am besten bei der Netzwerknutzung an. Wie verläuft der Trend bzgl. der tatsächlich aktiven Adressen auf dem ETH Netzwerk? Wir messen dies anhand derjenigen Adressen, die aktiv im Netzwerk als Empfänger oder Sender waren.

Aktive Adressen im ETH Netzwerk

Quelle: Glassnode

Aktive Adressen deuten auf die Nutzung des jeweiligen Netzwerkes hin. Während wir zwar auch ein Wachstum an neuen Adressen (steigende Adoption) sehen wollen, tragen neue Adressen nur wenig zum Netzwerkeffekt bei, wenn diese nicht aktiv sind. Dennoch wollen wir die neuen Adressen nicht außer Acht lassen.

Neue Adressen im ETH Netzwerk

Quelle: Glassnode

In beiden Fällen erkennen wir einen positiven Trend. Während das Netzwerk also wächst (neue Adressen), steigt zeitgleich auch die Netzwerknutzung (aktive Adressen). Dies spricht nicht nur für mehr Adoption von ETH, sondern eben auch für ein gesundes Wachstum. Dass in beiden Fällen die extremen Ausschläge vom Januar 2018 nicht erreicht wurden, ist zudem bullisch.

Im Gegensatz zu 2018 scheinen wir heute ein gesünderes Wachstum bei Ethereum zu sehen. Ein gesünderes Wachstum, welches auch weit mehr Nachhaltigkeit mit sich bringen könnte. Eine Nachhaltigkeit, die sich dann auch im Marktpreis widerspiegeln kann (und erfahrungsgemäß wird). Wir haben also bereits den ersten Grund für ein mögliches, weiteres bei Ethereum ermittelt: steigende Adoption und Nutzung.

Zweitens: Abnehmende Menge an Ethereum auf Kryptobörsen

Weitere wichtige Daten umfassen die Transaktionen von und zu Kryptobörsen. Warum? Weil viele Transaktionen zu Kryptobörsen mit steigendem Verkaufsrisiko einhergehen kann, während Transaktionen die ETH von Kryptobörsen wegschaffen dieses Risiko reduzieren.

ETH Transaktionen von und zu Kryptobörsen

Quelle: Glassnode

Der obige Chart spricht für sich. Bereits seit dem Sommer 2020 wird weit weniger ETH zu den Kryptobörsen transferiert. Zeitgleich nehmen die Auszahlungen von ETH zu. Dies verringert die Menge an Ether auf Kryptobörsen und dadurch auch die mögliche Menge an Verkäufen.

Menge an Ether auf Kryptobörsen

Quelle: Glassnode

Während die Menge an ETH auf Kryptobörsen seit dem ehemaligen Allzeithoch aus dem Januar 2018 wieder zunahm, kann seit Sommer 2020 eine Abnahme dieser Menge erkannt werden. Und wie der Preis von Ethereum zuletzt darauf reagierte, können wir am massiven Wachstum aus 2017/2018 erkennen.

Damit haben wir also den zweiten Grund, für ein mögliches, weiteres Wachstum bei Ethereum: Abnehmende Verkaufsintentionen der Investoren, belegt durch die Abnahme der Menge an ETH auf Kryptobörsen.

Drittens: Die wechselseitige Beziehung zwischen Ethereum und DeFi

Was darf niemals fehlen, wenn wir über Ethereum sprechen? Richtig: Decentralized Finance (DeFi). Denn wenngleich sich mehr und mehr Konkurrenz ankündigt, der DeFi-Sektor baut nach wie vor zum größten Teil auf dem ETH Netzwerk auf. Das bedeutet natürlich auch, dass das Wachstum dieses Sektors mit dem Wachstum von Ethereum in einer wechselseitigen Beziehung steht.

Menge an ETH in DeFi im Chartverlauf

Quelle: DeFi Pulse

Wächst Ethereum selbst, so kann das positive Auswirkungen auf DeFi haben. Zum Beispiel, weil mehr ETH in den Sektor fließt. Mehr ETH in DeFi bedeutet weniger ETH auf Kryptobörsen –> weniger potenzieller Verkaufsdruck. Mehr ETH in DeFi bedeutet aber auch mehr Wachstum für DeFi. Und mehr Wachstum für DeFi bedeutet mehr Netzwerknutzung und dadurch bessere fundamentale Daten für Ethereum.

Gesamtmenge an USD in Kryptowährungen in DeFi

Quelle: DeFi Pulse

Und wie geht es DeFi? Prächtig! Die Gesamtmenge an USD in Kryptowährungen im Sektor markiert ein Allzeithoch nach dem anderen. Mittlerweile befinden sich mehr als 24 Mrd. USD in DeFi. Zeitweise waren es sogar mehr als 25 Mrd. USD! Ethereum und DeFi lassen sich gegenwärtig nicht voneinander trennen. Demnach haben wir somit auch den dritten Grund für ein mögliches, weiteres Wachstum bei Ethereum ermittelt: Wachstum in DeFi.

Schlusswort

Die vorliegenden Daten stellen natürlich bei weitem keine ausführliche, fundamentale Analyse dar. Sie legen aber doch schon nahe, warum weiteres Wachstum bei Ethereum möglich sein könnte. Denn ein wachsendes Netzwerk mit steigender Nutzung sieht fundamental einfach positiv aus. Eine Kryptowährung, die von Kryptobörsen weg fließt anstatt hin, geht mit weniger Verkaufsrisiko einher (und wirkt längerfristig gefragt).

Hinzu kommt bei Ethereum die einzigartige, wechselseitige Beziehung mit einem noch jungen DeFi-Sektor, der mitunter von Finanzexperten als die Zukunft der Finanzen bezeichnet wird. Ob dem so ist, sei dahingestellt. Da dieser Sektor aber größtenteils auf dem ETH Netzwerk aufbaut und stark wächst, kann dadurch auch Ethereum weiter wachsen. Eventuelle Preisziele müssen dann aber doch auf den Preischarts ermittelt werden.

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche, gemachte Angaben ausdrückliche keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann. Wir nutzen für unsere Analysen Tradingview.

Thomas Schmied
aka Decentrade
Über den Autor

Thomas Schmied ist freier Autor, Journalist, Ghostwriter, Schreibcoach & Kommunikationsberater seit 15 Jahren. Kurzum: Thomas ist jemand, der mit Worten umgehen kann. Zeitgleich ist er aber auch begeistert von Daten, Zahlen und Programmcode.

Diese Leidenschaften führten ihn von zahllosen (Fach-)Texten zu allgemeinen Wirtschaftsmeldungen. Schnell ging es von dort zu Finanznachrichten und der Börse. In die Börse verliebt, gab sich Thomas dem Trading hin. Über die Begeisterung für das Programmieren und die Börse war der Weg in die Krypto-Szene nicht mehr weit.

Heute verbindet er seine Vorlieben miteinander: Er tradet Krypto-Assets, er schreibt über Krypto-Themen und arbeitet nebenbei noch an Entwicklungsprojekten aus der Kryptobranche mit.

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