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2017 reloaded? Was 2020 anders ist.

Ich erinnere mich gern an die Vorweihnachtszeit von vor drei Jahren – wir waren seit einigen Monaten in Kryptowährungen interessiert und auch mit kleinen Beträgen investiert. Bitcoin stieg und stieg und stieg – eine wahnsinnig aufregende Zeit. Wir fühlten uns jeden Tag ein Stückchen reicher und fingen an, uns erste Gedanken über die ja nun unaufhaltsam näherkommende Zukunft ohne Arbeit zu machen. 

Dieser Tage erinnert viel an den Winter 2017/2018. Der Bitcoin geht steil, die Altcoins ziehen nach, es gibt Schlagzeilen im Mainstream und mein Nachbar hat mich auch schon auf Bitcoin angesprochen. Trotzdem ist dieses Jahr anders, sogar extrem anders – und davon handelt dieser Artikel.

Blicken wir zunächst zurück: Nach anhaltend steileren Steigerungen im Herbst 2017 wurde am 17. Dezember der Peakwert von annähernd 20.000 US-Dollar erreicht. Bitcoin fiel bis Jahresende um rund 40% und ging knapp unter 14.000 USD ins neue Jahr. Der Kurs ging nochmal bis 17.000 USD hoch, um dann endgültig Abschied von der Nordhalbkugel zu nehmen und bis auf 3.100 USD (am 18.12.2018, spannenderweise fast genau ein Jahr nach dem ATH) zu sinken. Unter dem Strich eine Abwärtsbewegung von deutlich über 80%. 

Puh. Das hat weh getan, denn natürlich haben wir im Januar 2018  den Dip gekauft – nur dass es keiner war. Haben wir nicht gesehen, weil #FOMO und weil wir noch nicht wirklich eine Ahnung von Zyklen und so hatten. Aber wenigstens haben wir nicht aus Panik oder Resignation heraus verkauft und stattdessen gehodlt, auch wenn das in den letzten drei Jahren echt kein schöner Anblick war.

Und heute? Zwischenzeitlich haben wir enorm viel gelernt, uns Wissen zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen, zu Marktzyklen, zu Mindset und Signalen, zur fundamentalen und technsichen Analyse und und und angeeignet. Aus diesem Wissen, das täglich weiter wächst, ist nicht zuletzt Hallo Krypto! entstanden. 

Die Rahmenbedingungen sind 2020 völlig anders.

2017 war vor allem das Jahr der ICOs. Wer frisches Geld haben wollte und in der Lage war, ein mittelmäßiges Whitepaper zusammenzukopieren, der musste nur aufpassen, dass darin von Blockchain gesprochen wurde. Dann noch schnell einen ERC-20-Token auf der Ethereum-Blockchain aufsetzen und ordentlich laut Marketing machen. So wurden sechs- und siebenstellige Summen ohne tatsächliche Verpflichtung zu irgendeiner Gegenleistung eingesammelt. Kein Wunder, dass da auch sehr viele Scamprojekte dabei waren – aber nicht nur, der Eindruck darf und soll an dieser Stelle bitte nicht entstehen. 

Was in 2017 noch grandios unreguliert passierte, ist zwischenzeitlich im Visier der Behörden. ICOs finden kaum noch statt, auch sitzt das Geld nach dem Kryptowinter 2018/19 und dem dabei zu beobachtenden Projektesterben längst nicht mehr so locker. Vor allem nicht bei den Privatanlegern, den so genannten Retail-Investoren – nach den Verlusten aus der Vergangenheit herrscht immer noch Vorsicht bis Skepsis, das Krypto-Narrativ wird erst langsam wieder postitiver. 

Dass dem so ist, beweisen nicht zuletzt die 180°-Wenden in den Meinungen von JP Morgan, dem Blackrock-CEO Larry Fink und von Michael Saylor, dem CEO von MicroStrategy.

Platz da für die großen Tiere

Vor drei Jahren waren es noch die Retail-Investoren, die den Hype befeuert haben und Bitcoin auf bis dahin ungekannte Höhen getrieben haben – institutionelle Anleger gab es noch nicht. Der Markt war zu klein, zu volatil und insbesodnere zu unreguliert. Es gab für große Player schlicht nicht genug Sicherheit, um im großen Stil Geld zu investieren. 

Auch stellte sich das wirtschaftliche Umfeld positiver dar, die Leitzinsen der Notenbanken in USA und England stiegen 2017 gerade wieder. 

Leitzinsen 2000-2020 | Quelle: https://www.finanzen.net/zinsen/leitzins

Und heute? Um die aktuelle wirtschaftliche Situation zu beschreiben, reicht ein Wort: 

Corona. 

Die Wirtschaft leidet weltweit unter der Pandemie, die politischen Rettungsmaßnahmen lassen Geldmengen und Staatsschulden explodieren. Die sich hieraus zwangsläufig ergebende Inflation und das Nullzins-Umfeld der Notenbanken zwingen institutionelle Anbieter quasi dazu, sich abzusichern.

Mit Bitcoin steht hierfür ein Asset mit garantierter (!) Inflationsrate von 1,8% p.a. nach dem Halving im Mai 2020 zur Verfügung, die im Jahr 2024 sogar weiter sinken wird. 

bitcoin inflatie

Natürlich ist auch die Kurssteigerung des Bitcoin selbst ein klares Kriterium – nicht umsonst werden auch für die nähere Zukunft bereits sechsstellige Kursziele gehandelt. Als Beispiel: im ungünstigsten Fall wäre das ein Kurs von 100.000 USD – von 20.000 USD aus gerechnet eine Vervierfachung, also 300% plus. Ungehebelt. Es fällt nicht leicht, hier ein Asset mit vergleichbarem Potenzial zu finden. 

Kein Wunder also, dass institutionelle Investitonen in den Bitcoin nahezu täglich in den Kryptonachrichten zu finden und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch der maßgebliche Treiber für den laufenden Bullrun sind. Wahrlich keine kleinen Namen, die hier im Newsflow zu finden sind, z.B. Grayscale, Blackrock, Guggenheim, MicroStrategy, Square, One River – just to name a few.

Bitcoin hat einen 4-Jahres-Zyklus

Klar, mit den täglichen ATHs sind auch wir selbst natürlich im Plus. Fühlt sich gut an. Wir werden weiter HODLn (und natürlich immer mal wieder ein paar Gewinne mitnehmen!). Weil es eben seit dem 17.12.2017 erst DREI Jahre sind – so ein Zyklus beim Bitcoin dauerte in der Vergangenheit aber immer ungefähr vier Jahre. Das bedeutet nun nicht, dass sich der Bitcoin-Kurs garantiert an die vergangenen Zyklen hält. Aber die Wahrscheinlichkeit ist absolut gegeben.

Deswegen: 

#HODL on! Zusammen mit den vorher genannten Argumenten erscheint mir alles andere als zu riskant.

Über den Autor

Rolf Leder wurde 1972 in Hamburg geboren, wohnt aber seit rund 10 Jahren in der Nähe von Karlsruhe. Er ist einer der Gründer von Hallo Krypto! und geschäftsführender Gesellschafter der QualitiKs GmbH, einer Unternehmensberatung im Customer Service- und IT-Umfeld.

Rolf sorgt als Unterehmensberater hauptberuflich dafür, dass bei IT-Projekten die Anwender, die Fachanforderer und die IT eine gemeinsame Sprache finden. Mit Bitcoin, Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie beschäftigt er sich seit 2016/17, zuerst aus privatem Interesse, seit 2019 gibt er sein Wissen in den Hallo Krypto!-Workshops weiter.

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